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Hilfswillige und die Hilfsorganisationen

Das Dilemma helfen zu wollen

Hilfswillige und die Hilfsorganisationen

 

 

Der letzte Skandal um den WWF und seine korrupten Verstrickungen in Geschäften der Multi-Konzerne hat viele Menschen zum Nachdenken gebracht und ihr Weltbild zum Wanken gebracht. Selbst in der karitativen Welt der Spendenwilligen breitet sich Unsicherheit und Misstrauen aus. Nicht einmal dem niedlichen Panda des WWF kann man noch trauen ?

 

Das viele Menschen bereits auf Grund von fehlendem Vertrauen ihre Spenden eingestellt haben ist eine Tatsache und viele sehen ebenso die bürokratischen Aufwendungen der Hilfsorganisationen mit Skepsis. Denn wo mehr als die Hälfte der Spendengelder für organisatorische Zwecke verloren geht, ist das Ziel der humanitären Hilfe verfehlt.

 

Eine Alternative zu Spenden an große Organisationen wäre sich privat mit Gleichgesinnten zusammen zu schließen um kleinere Projekte zu unterstützen. Hierfür ist es natürlich nötig, sich vorher sehr genau zu informieren um keinen negativen Überraschungen zu unterliegen.

 

 

Ein Beginn hierfür wäre z.B. diese Web Site : PlantetHelp.de oder reliefweb.int und www.eldis.org und Spendenportal

 

Sehr gute Tipps die Ihnen weiterhelfen können finden Sie hier : Charity Watch TV   

 

 

Vertrauen Sie und unterstützen Sie nur Projekte, die Sie vollständig nachvollziehen können. Die Sie eventuell selbst oder von jemandem dem Sie vertrauen überprüft werden können.

 

 

Der Absender des Briefes hört sich seriös an: „World Children’s Fund Deutschland e.V.“ Das Logo zeigt die Silhouetten zweier Kinder vor einer Weltkugel. Im Schreiben wird mit drastischen Worten um Spenden gegen die Hungernot im Sudan geworben. Von „Kindern, die aussehen wie wandelnde Skelette“ ist die Rede. Beigefügt sind schockierende Bilder von halb verhungerten afrikanischen Kindern, ein Spendenformular und ein Armband mit Heiligenbildchen „als kleiner Dank“.

Wer solche Post bekommt, sollte sie sofort in den Müll werfen, rät Burkhard Wilke, Geschäftsführer des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Jedes Jahr prüfen Wilke und seine Mitarbeiter Hunderte von Spendenorganisationen auf ihre Seriosität. Wird sehr gefühlsbetont bis aggressiv um Geld geworben, ist das schon ein erstes Warnsignal. Erst recht, wenn auch noch ein unangemessenes „Dankeschön“ dabei liegt: solche Geschenke erhöhen Studien zufolge den Druck auf den Empfänger, zu spenden. Ist der Verein dann auch noch nicht bereit, offenzulegen, wofür genau er das Geld verwendet, veröffentlicht das DZI auch schon einmal eine Spendenwarnung – wie beim „World Children’s Fund Deutschland“.


Rund drei bis fünf Milliarden Euro spenden die Deutschen jährlich, einen Großteil davon in der Weihnachtszeit. Sie können zwischen 620.000 gemeinnützigen Vereinen und 15.000 Stiftungen auswählen – und jedes Jahr werden es mehr. Wer im Spendendickicht den Überblick verliert, dem hilft das DZI weiter. Das Institut vergibt jährlich Spendensiegel für seriöse Organisationen. Die müssen von den Organisationen selbst beantragt werden; rund 30 Prozent der Neuanträge scheitern. Das Siegel garantiert, dass die die Organisation wirtschaftlich arbeitet und nicht mehr als ein Drittel der Einnahmen für Werbungs- und Verwaltungskosten ausgibt. Außerdem darf die Werbung nicht „irreführende Aussagen“ enthalten. „Der Zweck heiligt nicht die Mittel“, sagt Wilke.

Und wie ist das mit Unicef?

Doch wie sicher ist das Siegel? Gegen den Geschäftsführer von Unicef Deutschland, das das Siegel seit Jahren erhält, wird derzeit wegen des Verdachts auf Verschwendung von Spendengeldern ermittelt. „Es gibt kein Zweifel, dass Unicef Deutschland grundsätzlich eine seriöse Organisation ist“, sagt DZI-Chef Wilke. Derzeit prüfe das DZI, ob die Vorwürfe berechtigt und für das Siegel relevant seien. Die jährliche Neuvergabe sei ein zuverlässiger Schutz gegen Missbrauch. In ganz schlimmen Fällen kann das Siegel auch während des Jahres aberkannt werden. Dies war seit der Einführung des Siegels 1992 aber erst einmal nötig.

Die ausgezeichneten Vereine und Stiftungen listet das DZI in einem jährlichen „Spendenalmanach“ auf. Darin finden sich auch Spenden-Tipps: Etwa, dass man sich nicht unter Druck setzen lassen soll, sich auf wenige Organisationen konzentrieren soll, um den Verwaltungsaufwand zu mindern, und Geld sinnvoller als Sachspenden ist, weil das teuere Transportwege spart. Zu Vorsicht rät das DZI auch bei der Werbung um Fördermitgliedschaften an der Haustür. Zwar wird diese auch von seriösen Vereinen betrieben. Allerdings gilt in diesen Fällen nicht das sonst übliche Haustürwiderrufsrecht, das es ermöglicht, an der Wohnungstür abgeschlossene Verträge innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu widerrufen.

Ältere Menschen spenden besonders gern

Nicht jede Organisation ohne Spendensiegel ist unseriös. „Das Siegel ist vor allem für überregionale Organisationen gedacht“, sagt Wilke. „Ob ich den Sportverein meines Sohnes fördern will, kann ich selbst am besten entscheiden – dazu braucht man kein Siegel.“

Laut einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung sind es vor allem ältere und sozial engagierte Menschen, die spenden: So kamen im ersten Halbjahr 2007 fast 70 Prozent der Geldspenden von über 50-Jährigen; rund 57 Prozent kamen von Spendern, die ehrenamtlich tätig sind. Am liebsten gespendet wird für bekannte Organisationen, die Ziele verfolgen, die dem Spender wichtig sind.


Verlass ist auf die Deutschen beim „Notspenden“: 670 Millionen Euro spendeten sie für die Opfer der Tsunami-Katastrophe an Weihnachten 2004, 330 Millionen Euro für die Opfer der Elbeflut 2002.

Quelle : www.diewelt.de

 

Juli 4, 2011 Posted by | Uncategorized | , , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Haiti wird unbeachtet von Cholera dahingerafft

Haiti wird unbeachtet von Cholera dahingerafft

12. Januar: Bei einem Erdbeben in Haiti sterben etwa 220.000 Menschen, über eine Million Menschen obdachlos.

Diese Nachricht erschütterte die Welt und wie jetzt der Japan Ticker oder Libyen Ticker, war es der Haiti Ticker der uns im 24 Stunden Rhythmus über die schrecklichen Ereignisse informierte. Als die Colera Epidemie ausbrach und Blauhelme beschuldigt wurden, sie trägen die Verantwortung, brach auch die Berichterstattung ab. Oder haben Sie nur die kleinste Nachricht seit dem in den Mainstream Medien gehört?

Die Mainstream Medien sagen uns was Nachrichten sind und wann wir diese zu vergessen haben. Sie öffnen ein neues Buch und wir folgen ihnen wie hirnlose Wesen die ihr Gehirn anscheinend nur als geistigen Appendix sehen.

Beginnen wir doch uns etwas besser zu informieren und öffnen unseren Kleingeist ein wenig mehr für neues, auch neue Infos und News. Es gibt unzählige Informationen im Internet die nur auf SIE warten um entdeckt zu werden! Informationen können IHR Leben verändern.

Bestimmen doch WIR, was unsere Nachrichten sein sollen.

In dem Karibikstaat waren Mitte Oktober erste Fälle der Cholera gemeldet worden. Die Krankheit breitet sich rasend schnell aus. In der vergangenen Woche hatten es heftige Proteste gegen die nepalesischen UNO-Soldaten gegeben. Bewohner werfen ihnen vor, die Cholera eingeschleppt zu haben.

Mittwoch, 16. März 2011

Haiti: Cholera-Epidemie schlimmer als angenommen

Boston – Die Prognose der Weltgesundheitsorganisation zur Entwicklung der Cholera-Epidemie in Haiti muss möglicherweise nach oben korrigiert werden. Nach Berechnungen von US-Forscher rechnen im Lancet (2011; doi: 10.1016/S0140-6736(11)60273-0) werden in diesem Jahr doppelt so viele Patienten erkranken wie bisher angenommen.

Fast scheint es, als sei das Erdbeben, das am 12. Januar 2010 die Gebäude und Infrastruktur in Haiti zerstörte, in Vergessenheit geraten. Auch über die Cholera-Epidemie, die im Oktober 2010 einsetzte, wird in den Medien nicht mehr berichtet. Der letzte Situationsbericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die anfangs regelmäßig eine Abschätzung zur Epidemie abgegeben hatte, datiert vom 24. November. Doch die Cholera-Epidemie ist nicht überwunden.

Die WHO rechnete zunächst mit 200.000 Erkrankungen im ersten Jahr, korrigierte die Zahl dann auf 400.000 Erkrankungen. Beide Annahmen waren eine grobe Schätzung. Sie beruhte auf der Annahme, dass 2 oder 4 Prozent der etwa 10 Millionen Einwohner des Landes an der Cholera erkranken werden. Da bis Ende des Jahres bereits 150.000 Erkrankungen bekannt wurden, sind Zweifel an den Zahlen erlaubt.

Jason Andrews vom Massachusetts General Hospital in Boston und Sanjay Basu von der Universität San Francisco haben eine wesentliche komplexere Berechnung durchgeführt. Sie berücksichtigt die Dynamik der Epidemie.

Dazu gehört, dass angesichts der weitgehend fehlenden sanitären Anlagen alle Haitianer sich mit V. cholerae infizieren können. Nicht alle werden an einer Cholera erkranken. Die Berechnungen berücksichtigen ferner, dass die Ausscheidung des Erregers bei symptomatischen Erkrankungen größer ist, aber auch bei inapparenten Verläufen möglich ist.

Die Erkrankung hinterlässt eine Immunität, die aber mit der Zeit wieder nachlässt, was auch nach einer Impfung der Fall ist. Anschließend fütterten die Forscher ihr mathematisches Modell mit den bekannten Erkrankungszahlen.

Nach ihrer Prognose werden zwischen März und Ende November diesen Jahres vermutlich 779.000 Haitianer an der Cholera erkranken, von denen 11.100 daran sterben könnten. Erkrankung und Tod ließe sich durch die drei bekannten Gegenmaßnahmen senken.

Die erste ist eine Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Wasser. Jedes Prozent der Bevölkerung weniger, das kontaminiertes Wasser trinken muss, würde die Zahl der Erkrankungen um 105.000 und die Zahl der Todesfälle um 1.500 mindern.

Die zweite präventive Maßnahme ist die Impfung: Pro 10 Prozent geimpftem Bevölkerungsanteil würde die Zahl der Erkrankungen um 63.000 und die Zahl der Todesfälle um 900 sinken. Schließlich könnte die dritte Maßnahme, der frühe Einsatz von Antibiotika bei schweren Erkrankten, die Zahl der Neuerkrankungen um 900 Fälle und die Zahl der Todesfälle um 1.300 senken.

Der Editorialist David Sack von der John Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore meint, die Debatte, welche der drei Methoden denn am besten geeignet sei, die Cholera einzudämmen, führe am Ziel vorbei. In Haiti seien alle drei Maßnahmen notwendig.

Ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation bezeichnete die Prognose der beiden US-Forscher gegenüber der Presse als zweifelhaft. Er bestätigte aber gleichzeitig, dass die Cholera-Epidemie noch lange nicht vorüber ist. Bis 10. März seien 252.640 Menschen erkrankt und 4.672 daran gestorben. © rme/aerzteblatt.de

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März 24, 2011 Posted by | Uncategorized | , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

   

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