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Menschlicher Umgang in Social Network

Menschlicher Umgang in Social Network

Behandle die Menschen so, als wären sie, wie sie sein sollten und du hilfst ihnen zu werden, was sie sein könnten.

Johann Wolfgang von Goethe

Das in den letzten Jahrzehnten der menschliche Umgang, so glaube ich, verroht ist will niemand bestreiten. Das sich diese Verrohung auch im Internet fortsetzt und besonders dort praktiziert wird ist für mich unbestreitbar. Wenn man sich die Kommentare bei You Tube oder in diversen Foren ansieht, bekommt man es mit der Angst zu tun. Die Aggressivität und Rohheit wie dort mit oder besser gesagt gegen einander angegangen wird ist erschreckend. Für viele scheint es ein Spielplatz zu sein, auf dem sie, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, selbst ihre minimal vorhandenen Umgangsformen über Bord werfen können.

Dieses angesprochene Problem hat nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun. Und der Satz: Im Internet ist für jeden und alles Platz greift hier wohl auch nicht. Ganz besonders gefährlich sind gerade im Internet unüberlegte Aussagen und Kommentare, die durch fehlende Sensibilität ungeahnte Folgen haben können. Im „realen Leben“ können sich sensible Menschen durch ihre Erfahrungen vor emotional negativen Übergriffen schützen. Im Internet kommen diese überraschend und der Betroffene hat wenig Möglichkeiten darauf zu reagieren. Besonders leiden Menschen unter den „zwanghaften Kommentaristen“. Jene Internet Psychopathen die auf alles und immer einen Kommentar absetzen müssen und dabei meist nicht einmal das Thema erkannt haben, noch die Intention des Schreibers und seines Artikels, Tweets usw. erkennen.

Viele Menschen die im realen Leben Kontakt – Schwierigkeiten haben, nutzen das Internet um sich auf diese Weise ein „Social Life“ zu ermöglichen. Allerdings legen sie ihre Sensibilität und eventuelle Verletzbarkeit im Netz nicht einfach ab. Sie bleiben die dünnhäutigen Menschen die sie eben nun mal sind und man sollte wirklich vor jedem Kommentar überlegen, was man schreibt. Niemand ist perfekt, ganz besonders ich nicht, aber wir könnten versuchen etwas sensibler durch das Netz zu marschieren.

Auch sollte man sich nicht zu wichtig nehmen und den Spaß, das Social Networking machen soll, nicht vergessen. Trotz allen Geschäftsideen und Professionalität die Sie in ihren Social Network Aktivitäten umsetzten möchten, Lachen und ein klein Bisschen Blödsinn sind nicht schädlich. Es macht Sie weit mehr authentischer und sympathischer als den Steifen immer Ernsten zu mimen. Nicht alle Menschen sind gleich und dies gilt natürlich auch im Internet. Versuchen wir doch einmal die Diversität zu suchen, nicht immer das Spiegelbild unseres eigenen Ich‘s.

Natürlich sollte man sich gegen Beleidigungen und fehlenden Respekt schützen und die eigenen Prinzipien sollten immer vor dem „Follow Button“ und an erster Stelle stehen. Was ein „Teilen“ oder ein simpler „Retweet“ für Menschen bedeuten kann ist glaube ich unbestritten. Wer freut sich nicht über eine Weiterleitung seines Eintrags. Und das bedeutet, das man mit einem kleinen Klick, einem kleinen Danke, einem kurzen anerkennenden Kommentar, jemanden tatsächlich den Tag versüßen kann. Es ist so einfach.

Wenn Menschen ebenso für betrügerische und in die Irre führende Einträge das Existenzrecht einfordern, fordere ich das Recht über dies zu berichten und mich dagegen zu wehren und zu kommentieren. Und wie im „Real Life“ sollte man aber auch verzeihen denn nicht alle Tage sind gleich, auch nicht im Internet.

Volker Koch

1. Bestimmen Sie Ihre Zielgruppen und die passenden Netzwerke

Überlegen Sie kritisch, welche Netzwerke für Sie geeignet sind. Kriterien sind Kosten, Datenschutzbestimmungen, Popularität und Image des Netzwerks, Funktionen und Angebote sowie Ihr persönlicher Nutzen durch den Beitritt. Entscheidend ist, ob Sie die Plattform beruflich oder privat nutzen möchten. Vermeiden Sie eine Mischung aus beiden Bereichen und die Freigabe allzu vertraulicher Informationen.

2. Bleiben Sie authentisch

Bauen Sie keine fiktive Identität auf. Nicht nur Freunde, sondern auch Geschäftspartner recherchieren im Internet und vergleichen Ihren Auftritt im Netzwerk mit der realen Erscheinung. Nutzen Sie zur leichten Identifizierung in allen Netzwerken das gleiche Foto.

3. Meiden Sie plumpe Vertraulichkeiten

Bei Facebook werden auch Geschäftspartner als „Freunde“ bezeichnet. Überlegen Sie sich vorab, welche Netwerke Sie auswählen und welche Kontakte Sie zulassen möchten. Ihre Kunden sind nicht unbedingt Ihre „Freunde“ und empfinden diese Bezeichnung vielleicht als unpassend oder zu intim. Vermeiden Sie es in jedem Fall, in einem Netzwerk mit zwei Profilen zu agieren. Das stiftet Verwirrung.

4. Lehnen Sie unerwünschte Anfragen ab

„Sammler und Jäger“ gibt es auch in den sozialen Netzwerken, die möglichst viele Kontakte auf ihrer Liste vereinen. Scheuen Sie sich nicht, unbekannte Personen abzulehnen. Eine taktvollen Rückmeldung, dass Sie nur persönlich bekannte Personen als Freunde bestätigen, vermeidet Missverständnisse und gehört zum guten Ton.

5. Belästigen Sie Ihre Kontakte nicht

Belästigen Sie Ihre „Freunde“ nicht mit nervenden Spielen und Anwendungen. Wenn Sie Ihre Kommunikation nur auf spielerische Anfragen beschränken, werden Sie schnell ignoriert.

6. Bleiben Sie freundlich

Wahren Sie die Formen der Höflichkeit. Auch wenn alle Netzwerk-Partner als „Freunde“ angezeigt werden, kommt ein unvermitteltes Duzen zwischen Geschäftspartnern nicht stilvoll an. Eine korrekte Anrede und ein höflicher Abschiedsgruß gehören bei Kontaktanfragen dazu und steigern Ihre Chancen, akzeptiert zu werden.

7. Reagieren Sie humorvoll

Löschen Sie keine unbequemen Einträge auf Ihrer Pinwand. Reagieren Sie stattdessen humorvoll und nicht verbissen. Entscheidend ist nicht der Eintrag, sondern Ihre Reaktion.

8. Halten Sie den Dialog lebendig

Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Nachrichten und kommunizieren Sie mindestens einmal pro Woche mit Ihren Netzwerk-Partnern. Nur wenn Sie direkt auf Einträge reagieren, bleibt der Dialog lebendig.

9. Behalten Sie einen kühlen Kopf

Überlegen Sie vor jedem Eintrag, ob er auch später noch gut für Ihre Reputation ist. Denn das Internet vergisst nie. Stellen Sie sich konkret die Frage: Möchte ich das auch in zwei Jahren noch über mich lesen? Achten Sie auf Ihre „innere Stimme“ und löschen Sie lieber direkt impulsive Einträge, die Ihnen selbst oder anderen schaden könnten. Zumal etliche Firmen bei Ihren Bewerbern die Einträge in den sozialen Netzwerken prüfen.

10. Schließen Sie Trolle aus

Lassen Sie sich nicht von unangenehmen Zeitgenossen zu unüberlegten Reaktionen verleiten. Die sogenannten „Trolle“ sind nicht am eigentlichen Thema interessiert, sondern wollen nur Menschen in Misskredit bringen oder Diskussionen sabotieren. Blockieren Sie diese Personen in ihrer Kontaktliste.

11. Business-Tipp: Geben Sie Empfehlungen

Nutzen Sie Ihr Netzwerk, um kurz über interessante Filme, Bücher oder Produkte zu schreiben. Wie im realen Leben können Sie zwischendurch auch mal auf eigene Projekte hinweisen. Die Abwechslung ist auch hier entscheidend.

12. Business-Tipp: Vorsicht vor plumper Werbung

Belasten Sie „Freundschaften“ nicht mit plumper Werbung. Wenn Sie nur platt verkaufen wollen, werden Sie schnell ignoriert. Denken Sie langfristig und vermeiden Sie es als „nervender Nachbar“ ausgegrenzt zu werden.

Quelle : Knigge-Rat

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April 13, 2011 Posted by | Uncategorized | , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Informationsplattform Nr.1 – Das Internet

Informationsplattform Nr.1 – Das Internet

 

Seit langem hat sich das Internet als einzige Informationsplattform heraus kristallisiert, das die Bedürfnisse des Informationssuchenden zufriedenstellt. Das immer mehr Menschen nicht mehr auf die Mainstream Medien vertrauen und nach anderen Alternativen suchen, ist nur verständlich, wenn man sich das Informationsangebot ansieht. Das sich die Nachrichten in allen Medien gleichen ist kein Zufall. Nachrichten werden aus einer Handvoll Nachrichtenagenturen kopiert und Berichte die nicht aus diesen Quellen stammen bereits als verdächtig angesehen.

Aus einigen wenigen Medienmonopolen gehen 80% der audiovisuellen und Printmedien hervor. So wie sich Politik immer mehr vom Bürger entfernt, entfernt sich auch die Medienlandschaft von der Realität des Einzelnen. Die Aussage : Jeder kann wählen wie er die Medien nützt, ist natürlich richtig. Und man sollte das Eigenverschulden der Menschen nicht kleiner darstellen als es ist, aber:
Wenn von 30 TV Programmen in 25 nur medialer Müll verbreitet wird, die Artikel großer Zeitungen und Zeitschriften aus abgeschriebenen Pressemitteilungen, nicht recherchierten Geschichten, Klatsch und Tratsch-Geschichten und vorgefertigten Meinungsmachern bestehen, wie soll der Mensch sich gegen eine solche Bombardierung erwehren?
Wir sind langsam und sanft in eine mediale Wüste biblischen Ausmaßes abgedriftet. Sportnachrichten, das angebliche Leben anderer Menschen in Realityshows, Cyber- Spiele und das Leben super reicher Stars aus Hollywood ersetzen die uns angeborene Neugier nach Unbekannten.
Wir werden mit oberflächlichen, trivialen und gehaltlosen Ereignissen überhäuft und wie alles läuft auch dieser Wandel in Zeitlupe ab. Es soll ja niemand bemerken.
Die Medien haben sich längst als Werkzeug der großen politischen Bühne entwickelt.

Die Blogger sind bereits zu recht ein wichtiger Gegenpol zu den Mainstream Medien. Und das viele von Ihnen nicht immer auf das genauste recherchiert sind, kann man den Mainstream Medien ebenso vorhalten, denn diese teilen uns nur vorprogrammierte News mit. Im übrigen ist für die meisten Blogger, das Bloggen selbst ein Teil ihrer Selbstverwirklichung und helfen vielen Menschen bei ihrer persönlichen Meinungsbildung.

Volker Koch

Bertelsmann ist unberührbar“

EINFLUSS Ganz gleich wer in Berlin die Regierung stellt, die Bertelsmann Stiftung aus Gütersloh regiert immer mit

INTERVIEW STEFFEN GRIMBERG

taz: Frau Vollmer, der Festakt, mit dem Bertelsmann heute sein 175-jähriges Konzernjubiläum feiert, gleicht schon eher einem Staatsakt: Die Kanzlerin kommt, das politische Berlin ist fast vollzählig vertreten. Leben wir wirklich in der „Bertelsmannrepublik Deutschland“, wie der Autor Thomas Schuler sein Buch über den Einfluss der Bertelsmann Stiftung auf Gesellschaft und Politik betitelt hat?

Antje Vollmer: Die Stiftung übt erheblichen Einfluss auf die Politik aus. Das ist nicht illegal, aber die Politik sollte sich dessen bewusst sein und kann nicht so tun, als wäre die Bertelsmann Stiftung eine neutrale, nur dem Gemeinwohl verpflichtete Einrichtung.

Warum tut die Politik dann so?

Weil faktisch alle führenden Politiker, auch Bundeskanzler und Bundespräsidenten, immer wieder für bestimmte Projekte auf viel Geld und auf das Wohlwollen der Stiftungen angewiesen waren. Egal ob die führenden Köpfe Schröder oder Merkel heißen: Stiftungen wie die Bertelsmann Stiftung waren und sind engste Politikberater – und damit größter Profiteur bestimmter politischer Weichenstellungen.

Und die Gesellschaft lässt sich das gefallen?

Sie bekommt das ja kaum mit – und das liegt am beinahe völligen Stillschweigen der Medien. Als wir Ende der 1990er Jahre das Stiftungsrecht reformieren wollten, hatte ich überall Gespräche über mögliche Fehlentwicklungen geführt – bei Spiegel, Stern, Focus, Zeit, FAZ, Süddeutscher oder auch bei TV-Magazinen wie „Monitor“. Doch an Bertelsmann traute und traut sich niemand heran, mit Ausnahme eines Artikels im Tagesspiegel und der tapferen kleinen Neuen Westfälischen in der Provinz. Sonst aber legt sich eine Medienkrake nicht mit der anderen an. Die Angst vor Bertelsmann-Juristen und das potenzielle Bedürfnis, vielleicht mal etwas mit denen oder bei ihnen zu machen, hindert offensichtlich auch die Helden des investigativen Journalismus am Jagdeifer. Bertelsmann ist unberührbar.

Die Bertelsmann Stiftung und im Prinzip auch der Medienkonzern Bertelsmann haben im Vergleich zu Unternehmern wie Springer oder Kirch also den Ruf, „die Guten“ zu sein, nur weil die Medien feige sind und die arme Politik ahnungslos ist?

Unterschätzen Sie nicht die Suggestivkraft des Bertelsmann-Chefs Reinhard Mohn. Seine Parole „Man muss Politik führen, wie ein Unternehmen“, also deregulieren, passte genau in den neoliberalen Zeitgeist. Da war die Stiftung ein willfähriges Begleitschiff der Unternehmensstrategie von Bertelsmann nach 1990.

Sie haben zu Zeiten der rot-grünen Koalition versucht, dem deutschen Stiftungswesen eine Reform zu verordnen, die Großstiftungen wie die Bertelsmann Stiftung zu mehr Transparenz verpflichtet hätte. Woran ist das gescheitert?

Unser Ansatz war, Doppelstiftungen, die zum Teil gemeinnützig, daneben aber von Firmen- oder Familieninteressen geleitet sind, zu erschweren. Das deutsche Recht sollte wenigstens den Regeln in den USA angepasst werden: Dort kann eine Stiftung nicht mehr als 20 Prozent der Anteile an einem Unternehmen halten. Der Bertelsmann-Konzern gehört aber zu über 70 Prozent der Bertelsmann Stiftung bei beschämend niedriger Ausschüttung. Das ist nicht durchgekommen. Genauso wenig wurde ein Stiftungsregister eingeführt, das die Stiftungen zu mehr Information verpflichtet hätte – unter anderem über eventuelle Familien- und Konzerneinflüsse. Darin hätte offengelegt werden müssen, wer die Entscheidungen fällt und welche Zwecke so wirklich verfolgt werden.

Das heißt, die Bertelsmann Stiftung ist weiter nur kaltblütig auf ihren Vorteil beziehungsweise auf Vorteile für den Konzern bedacht?

Ich bin keine Bertelsmann-Verschwörungstheoretikerin, aber der eigene Konzern- und Steuervorteil durch die Doppelstiftungskonstruktion ist nicht zu leugnen. Das Schlimmste ist aber, dass die Bertelsmann Stiftung immer als Machtmonopol auftritt. Auch der Bundesverband Deutscher Stiftungen würde sich nicht trauen, gegen Bertelsmann vorzugehen.

Hat sich am Vorgehen der Stiftung seit dem Tod von Bertelsmann-Patriarch Reinhard Mohn vor knapp einem Jahr etwas geändert?

Es ist sogar problematischer geworden, weil seine Nachfolgerin Liz Mohn nicht die Unternehmenskompetenz des Alten hat. Dabei gehört die Bertelsmann Stiftung als gemeinnützige Stiftung ausschließlich der Gesellschaft, also uns allen. Sie muss sich dem Gemeinnutzen unterordnen – und nicht einem Unternehmer und dessen Familieninteressen. Üblicherweise hört das spätestens dann auf, wenn der Stifter stirbt – dann kommt eine solche Stiftung in neutraleres Terrain. Aber auch das haben die Mohns bei Bertelsmann ja unterwandert, indem nun Familienmitglieder im Vorstand der Stiftung dauerhaft festgeschrieben sind. Dabei füllt die Familie das intellektuell heute gar nicht mehr aus: Wenn ein Reinhard Mohn auftrat, war da noch Substanz. Bei Liz Mohn müssen Sie doch nur sehen, wie peinlich berührt alle Politiker unter sich gucken, wenn sie eine Rede hält.

Die Bertelsmann Stiftung verweist bei solcher Kritik gern darauf, dass die Finanzämter ihren gemeinnützigen Status bislang immer bestätigt haben. Spielt da jemand falsch?

Ich würde mir außerhalb jeder politischen Machtfunktion nicht zutrauen, als David diesen Goliath juristisch zur Strecke zu bringen. Ich appelliere nur an alle, denen Stiftungen für eine offene Gesellschaft wichtig sind, endlich diese Debatte über Gemeinnutz zu führen. Wir brauchen diese Diskussionen im Bundesverband der Stiftungen und in der Bertelsmann Stiftung selbst.

Wieso? Ist die Stiftung mit sich selbst nicht im Reinen?

Dass es intern durchaus Differenzen gegeben hat, zeigt doch schon, dass gewichtige Stiftungsmanager wie Horst Teltschik und Mark Wössner im Streit gegangen sind und sich Bertelsmann genötigt sah, den Einfluss und die Dominanz der Familie Mohn in der Stiftung auf ewig festzuschreiben. Die Mitarbeiter der Bertelsmann Stiftung müssen sich zum Beispiel selbstkritisch fragen, ob sie sich wirklich sicher sind, dass sie in einem gemeinnützigen Zusammenhang arbeiten – und nicht in einem System, in dem ganz normale Machtinteressen fast alles bestimmen. Wie immer in unfreien Verhältnissen sind sie immerhin luxuriös ausgestattet: Manche soziale Einrichtung würde sich darum reißen, die dritte ausgemusterte Bürogarnitur der Bertelsmann Stiftung zu übernehmen.

Wie stehen die Chancen, dass es dieses Mal zu einer gesellschaftlichen Debatte kommt?

Nachdem es jetzt viel mehr Stiftungen gibt, muss es eine solche Auseinandersetzung auch im Bundesverband deutscher Stiftungen geben. Vor 15 Jahren war das noch ein sehr exklusiver Club, weil es die vielen neuen Bürgerstiftungen gar nicht gab. Es geht aber auch nicht, ohne dass jemand aus der Politik dieses Anliegen für eine gewisse Zeit zu seiner Aufgabe macht. Die Instrumente sind alle bekannt: Wenn man das 20-Prozent-Modell der USA übernähme und die Forderung nach Mindestausschüttung, hätte man Bertelsmann schon ein paar dicke Brocken vorgesetzt.

Antje Vollmer

Jahrgang 1943, ist Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen. Sie war unter anderem Bundestagsabgeordnete und Vizepräsidentin des Bundestages. Sie hat sich intensiv mit der Reform des deutschen Stiftungsrechts beschäftigt.

Quelle: taz

Orginalinterview anklicken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


März 18, 2011 Posted by | Uncategorized | , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Hat sich Gaddafi-Sohn Arbeitsvisum erschlichen ?

Ich das Arbeitsvisum von Gaddafi-Sohn erschlichen ?

Der Name Saif al Arab Gaddafi, der auf der Liste von Interpol zu finden ist, hat wahrscheinlich versucht sich auf illegaler Weise ein Aufenthaltsvisum zu erschleichen. Offenbar arbeitete er zum Schein für die Firma Zorneding. (©Reuters) Die Vereinten Nationen sprachen bereits ein Reiseverbot aus, unter anderem auch für Saif al Arab Gaddafi, der es sich als zweit jüngster Sohn Gaddafis vier Jahre lang mit Luxus und teuren Autos in München bequem  gemacht hatte.

 

Nachdem er vor einigen Wochen seine Flucht über Paris, Marseille und Neapel angetreten hatte, treten jetzt immer mehrDetails über seinen Auenthalt in Deutschland ans Tageslicht. Ob diese Detailes in einigen Politischen Kreisen allerdings so neu sind, darf bezweifelt werden. Mit etwa 300.000 € monatlichem Taschengeld besuchte er in seinem Porsche die Lindauer Spielbank und hatte recht wenig mit Aus– oder Weiterbildung zu tun.

2007 dann wurde er sogar vom lybischen Botschafter in den diplomatischen Stand gehoben und hätte damit Narrenfreiheit gehabt, die ihm auch bei den gegen ihn laufenden Ermittlungen wegen Mordanstiftung und Waffenschmuggels sehr hilfreich gewesen wäre. Allerdings wollte das Auswärtige Amt in Berlin den Diplomatenstatus nicht anerkennen, bekam 2010 jedoch dennoch eine Aufenthaltgenehmigung und arbeitete als Projektmanager bei der Firma Zorneding, die in der Baumaschinenbranche tätig ist.

Nach Angaben des Geschäftsführers Mohamed S sei Saif al Arab Gaddafi zwar nie in der Firma erschienen, habe jedoch von zu Hause aus mit Tripolis Verträge akquiriert.

Als „hochqualifizierter“ Angestellter mit mehr als 66.000 Euro Jahreseinkommen konnte er beim Ebersberger Landratsamt einen unbefristeten Niederlassungstitel beantragen. Als Wohnadresse gab er eine Einliegerwohnung im Zornedinger Reihenhaus seines Chefs an.

Die Behörde musste Gaddafi am 29.September vergangenen Jahres einen Niederlassungs-Bescheid ausstellen. Der wurde erst nach Ausbruch der Kämpfe in Libyen widerrufen.
Volker Koch

März 9, 2011 Posted by | Uncategorized | , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Neue Plagiats-Vorwürfe gegen EU Kommissar Johannes Hahn

Neue Plagiats-Vorwürfe – Diesmal gegen den EU Kommissar Johannes Hahn

Der EU Kommissar Johannes Hahn der seit 2010 in Brüssel weilt, wurde erneut beschuldigt, seine Doktorarbeit aus dem Jahre 1987 (Titel:“Perspektiven der Philosophie heute“ – 282 Seiten) wäre ein Plagiat. Bereits 2007 gab es erste Plagiatsvorwürfe und wegen dem Vorwurf der Befangenheit analysierte nicht die Uni Wien, sondern die Uni Zürich besagte Doktorarbeit. Die Schweizer wiesen den Verdacht zurück.

Diesmal sind die Plagiatsvorwürfe jedoch um einiges massiver und gleich mehrere „Plagiatsjäger“, wie der Professor am Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie, Gerhard Fröhlich, an der Uni Linz sagte zu „Österreich„:

„Hahn hat keine eigene geistige Leistung erbracht. Die Arbeit ist zu 90 Prozent 1:1 von anderen übernommen. Er hat nur alle paar Seiten einzelne Fußnoten oder Anführungszeichen gesetzt, das ist nicht korrekt.“ Der ehemalige Wissenschaftsminister habe dadurch sogar die „wissenschaftliche Moral in Österreich ramponiert“.

Ähnlich ein weiteres Urteil vom Medienwissenschaftler Stefan Weber, der die Dissertation für die „Grünen“ untersucht:

„Bisher kann ich sagen, dass es sich wahrscheinlich um ein Plagiat handelt. Ein Textsegment wird zitiert, die nächsten Absätze werden nicht zitiert, stammen aber fast wörtlich aus der Originalquelle. Betrifft diese Methode wesentliche Teile, ist es universitäts-rechtlich relevant“,

Guttenberg ist nach dem Plagiatsskandal am Dienstag zurückgetreten. Hahn sieht dafür noch keine Notwendigkeit. „Diese Frage stellt sich nicht.“

Nach Guttenbergs Rücktritt trat genau das ein, was viele annahmen. Nämlich eine Lawine von Plagiatsvorwürfen, die vielleicht noch so einigen Politikern die Karriere kosten wird. Von einer „Hetzjagd“ auf Politiker kann keine Rede sein, denn ich glaube für Politiker sollte das gleiche Recht gelten wie für jeden anderen in der Bevölkerung.
Volker Koch

März 8, 2011 Posted by | Uncategorized | , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Alles über den Treibstoff E10

Ökos erhalten bald ihren verdienten Lohn: Hunger

Seit wenigen Wochen ist uns die EU wieder einmal ein Stückchen näher auf die Pelle gerückt und zerrt erneut an der schon engen Schlinge um unseren Hals. E10, der neue “klimaschonende” Treibstoff ist jetzt da, endlich retten wir die Welt.

Im Vorfeld waren die Ökos und Gutmenschen wie üblich die frohlockenden Jasager, doch jetzt, wo das Kind längst in den Brunnen gefallen ist und die Lügen immer offensichtlicher werden, jaulen sie herum und keiner will’s gewesen sein.

Das neue Super-Benzin E10 sorgte in der jüngsten Vergangenheit für viele Diskussionen, v.a. wegen der Unverträglichkeit bei etwa drei Millionen PKW im Lande. Daran hatten die Gutmenschen in ihrer Euphorie wohl nicht gedacht, dass sich nicht jeder auf Befehl einen Neuwagen finanzieren will oder kann, nur um den Aufschwung anzukurbeln und die Umwelt zu schützen – was auch nur weitere Lügen sind.

Was hat sich eigentlich an den Tankstellen konkret geändert, gibt es “Super 95″, also das bisherige Super-Benzin mit 95 Oktan, weiterhin oder müssen wir die E10-Kröte tatsächlich schlucken? Die Anfragen bei verschiedenen Tankstellen und den jeweiligen Konzernen ergeben folgendes Bild:

Aral:

  • Bisheriges Super 95:
    Gibt es ab sofort nicht mehr. Stattdessen steht noch an einem Zapfhahn pro Tankstelle weiterhin “Super” dran, heraus fließt allerdings SuperPlus und zwar auch zum Preis von SuperPlus.
  • Offizielle Begründung:
    Sowohl an Raffinerien als auch an Tanklagern gibt es keine Kapazitäten für ein zusätzliches Schutzsorten-Produkt. Hinzu kommt, dass die Mehrzahl der Raffinerien nicht unterschiedliche Biobeimischungen parallel im selben Produkt ermöglichen können, es kann also nicht parallel ein Super 95 E5 und Super 95 E10 in einer Raffinerie hergestellt werden. Da im System kein Produkt weg fällt, muss auf ein bereits bestehendes Produkt ausgewichen werden. Aral nutzt dementsprechend sein SuperPlus 98, welches einen maximalen Bioethanol-Anteil von 5% hat.
  • Stimmung an einer örtlichen Tankstelle:
    Unsicherheit und auch geäußerter Unmut über den Klima-Unsinn seitens der Kunden. “Abzockerei” wurde genannt. Der Pächter: “An verschiedenen Stationen bestehen bereits Engpässe bei SuperPlus, da nur 5% der Raffineriedestillate zu SuperPlus 98 verarbeitet werden können und erhöhte Nachfrage herrscht.”

Shell:

  • Bisheriges Super 95:
    Wird ab jetzt nicht mehr angeboten. Ausweichmöglichkeit ist V-Power zu derzeit acht Cent Aufpreis gegenüber Super E10.
  • Offizielle Begründung:
    Sowohl die Produktionsmöglichkeiten der Raffinerien als auch die Anzahl der Kraftstofftanks in Raffinerien und Tanklagern sowie insbesondere an den Tankstellen sind in der Regel begrenzt.
  • Stimmung an einer örtlichen Tankstelle:

Esso:

  • Bisheriges Super 95:
    Derzeit wird noch Super 95 neben Super E10 angeboten, sofern die Zapfanlagen der Tankstellen dies ermöglichen. Der Preis von Super 95 ist derselbe wie SuperPlus.
  • Offizielle Begründung:
    Verfügbarkeit von Tankanlagen in Raffinerien, Tanklagern und Tankstellen. Drei Sorten Super-Benzin können viele Tanklager nicht bewerkstelligen.
  • Stimmung an einer örtlichen Tankstelle:
    Super 95 wird regional teilweise eng, weil sich viele nicht trauen, E10 zu tanken. Es bestehen Zweifel an der Verträglichkeit bei vielen Fahrzeugen, die fehlende Langzeiterfahrung wird angemahnt. Der Pächter: “Da steckt wieder die EU dahinter – weiß nicht, wer da wieder seine Interessen durchgesetzt hat, aber wir waren es nicht.”

Total:

  • Bisheriges Super 95:
    Wird weiterhin als eigener Kraftstoff angeboten und hat einen Preis zwischen E10 und SuperPlus.
  • Offizielle Begründung:
    Wird nach aktuellem Stand weiterhin so bleiben, auf unbestimmte Zeit.
  • Kundenstimmung an einer örtlichen Tankstelle:
    Die Pächterin: “Von den Grünen geht das aus.”

Jet:

  • Bisheriges Super 95:
    Weiterhin erhältlich, wurde aber deutlich teurer und hat zur Zeit denselben Preis wie SuperPlus. Es ist aber damit zu rechnen, dass Super 95 in Zukunft wieder einen günstigeren Preis als SuperPlus haben wird.
  • Offizielle Begründung:
    Super 95 wird auf Dauer weiterhin zur Verfügung gestellt, weil zahlreiche Fahrzeuge kein E10 vertragen. Die derzeitige Preisgleichheit von Super 95 und SuperPlus hängt mit höheren Beschaffungskosten für Super 95 zusammen und den verordneten Zwangsabgaben durch die Quotenregelung des “Bio”-Kraftstoffes.
  • Kundenstimmung an einer örtlichen Tankstelle:
    Die Pächterin: “Die meisten wissen noch gar nicht, ob ihr Auto E10 verträgt. Viele kaufen E10, weil’s billiger ist.”

OMV:

  • Bisheriges Super 95:
    Weiterhin erhältlich, wurde aber deutlich teurer und hat nun denselben Preis wie SuperPlus.
  • Offizielle Begründung:
    Wie lange das so bleibt, ist unsicher, aber ein Termin zur Einstellung von Super 95 ist nicht bekannt. Vorerst bleibt es im Angebot.
  • Kundenstimmung an einer örtlichen Tankstelle:
    Der Pächter: “Das Problem liegt nicht an uns Tankstellen, sondern an unserer Bundesregierung, die haben den ganzen Kram begonnen. Wir können die Suppe auslöffeln, die sie uns eingebrockt haben. Die meisten Kunden tanken SuperPlus. Inzwischen sagen es schon die Medien, E10 ist umweltschädlicher als der bisherige Kraftstoff. Die Regierung hat eben nach einem Grund gesucht für den Unsinn.”

Wird Super 95 verschwinden? Als Kraftstoff selbst könnte es tatsächlich bald verschwinden, da hat die Größte unter den Tankstellenketten, Aral, schon klar gezeigt, was Sache ist. Als Name bzw. “Schutzsorte” bleibt Super erhalten, das ist gesetzlich geregelt. Allerdings kann sich dahinter auch ein höherwertiges Produkt wie SuperPlus verbergen – zum höheren Preis natürlich. Der Dumme dabei ist und bleibt wer? Genau, Sie.

Es stellt sich die Frage, warum sich bisher niemand großartig über diesen Ethanol-Unsinn aufgeregt hat, denn wir fahren schon die ganze Zeit mit bis zu fünf Prozent “Bio”-Ethanol im Benzin. Eigentlich hätte an den Zapfhähnen “E5″ stehen müssen. Neben der großen Verunsicherung der Autofahrer, ob ihr Fahrzeug E10 verträgt – aus politischen Gründen sollte eigentlich jeder das Zeug boykottieren – stellt sich auch die Frage, ob denn die Ethanolbeimischung zu Leistungseinbußen oder Mehrverbrauch führt.

Quelle: Wahrheiten.org am 28. Februar 2011

 

 

März 4, 2011 Posted by | Uncategorized | , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

   

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