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Planking und sein Ursprung

Planking und sein Ursprung

Alles begann in England

Die «Planking»-Welle erfasst nun also – etwas verspätet – auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Entstanden ist das Phänomen schon viel früher. Wann und wo genau, ist schwierig zu sagen. Gewisse Quellen erwähnen die Engländer Gary Clarkson und Christian Langdon, die mit ihren Freunden 1997 als Erste begannen, sich in Häusern stocksteif hinzulegen. Sie nannten es «Lying Down Game». Das «Spiel» wurde immer populärer und an immer ungewöhnlicheren Orten ausgeübt. Die beiden starteten eine Facebook-Gruppe, die heute weit über 107 000 Mitglieder zählt.

2009 bekam das «Lying Down Game» einen Aufmerksamkeitsschub in England, weil ein Mitarbeiter eines Spitals Fotos während der Nachtschicht machte und diese auf Facebook veröffentlichte. Dafür wurde er entlassen. Zudem fanden Spieler der Fussballmannschaft Accrington Stanley Gefallen daran und «jubelten» in entsprechenden Posen.

Aus «Lying Down Game» wird «Planking»

Im Jahr 2010 eroberte das Phänomen Australien – unter dem Namen «Planking». Ein Rugby-Spieler «plankte», ein TV-Moderator tat es auf einem Auto und einem Abfalleimer, ein Nachrichtensprecher auf dem Studiotisch und eine Moderatorin in ihrer Morgenshow auf dem Sofa.

«Planking» wurde in Australien immer weiter getrieben und dadurch auch gefährlich. Die australische Polizei warnt vor riskanten «Planks» und zeigte einen Mann an, der auf einem Polizeiauto posieren wollte. Am 15. Mai kam es zu einem tragischen «Planking»-Unfall in Brisbane. Ein offenbar betrunkener Jugendlicher stürzte beim «Planking» vom Balkon und starb.

In der Schweiz weist die Polizei darauf hin, dass sie einschreite, sobald jemand sich selber oder Dritte gefährde. Man appelliert an den «gesunden Menschenverstand».

Was auch verantwortlich ist für den Internet-Hype: Die Mitgliederzahl der Facebook-Seite „Planking“ stieg nach dem Unfall von etwa 10.000 auf mittlerweile über 200.000 an.

Die Aussage :

Prinzipiell ist es ein kollektiver, kreativer Spaß, den man mit anderen im Internet teilt“, wie der 18-jährige Student Felix Eypeltauer sagt, kann ich persönlich nicht nachvollziehen.

Kollektiv >>> Wohl die kollektive Orientierungslosigkeit

Kreativ >>> Das auswählen einer Lokation an dem sich eventuell ein tödlicher Unfall abspielen wird

Spaß >>> Für mich hört der Spaß bei tödlichen Unfällen auf

Meine Frage wäre, warum engagiert man sich nicht ebenso enthusiastisch und „kreativ“ für die Umsetzung der notwendigen Veränderungen unserer Gesellschaft. Versucht politisch einzugreifen um die verkrusteten Mechanismen aufzubrechen. Aber auch hier gilt, je hirnverbrannter und sinnlos der „Trend“ um so mehr Menschen spricht er an. Das kollektive Desinteresse und die einschläfernde Oberflächlichkeit lässt freundlich Grüßen. Spaß und Blödsinn ja, aber wenn diese beiden Dinge überwiegen und lebensgefährlich sind, sollte man sie vielleicht noch einmal überdenken.

V.Koch

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Mai 24, 2011 - Posted by | Uncategorized | , , , ,

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