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Haiti wird unbeachtet von Cholera dahingerafft

Haiti wird unbeachtet von Cholera dahingerafft

12. Januar: Bei einem Erdbeben in Haiti sterben etwa 220.000 Menschen, über eine Million Menschen obdachlos.

Diese Nachricht erschütterte die Welt und wie jetzt der Japan Ticker oder Libyen Ticker, war es der Haiti Ticker der uns im 24 Stunden Rhythmus über die schrecklichen Ereignisse informierte. Als die Colera Epidemie ausbrach und Blauhelme beschuldigt wurden, sie trägen die Verantwortung, brach auch die Berichterstattung ab. Oder haben Sie nur die kleinste Nachricht seit dem in den Mainstream Medien gehört?

Die Mainstream Medien sagen uns was Nachrichten sind und wann wir diese zu vergessen haben. Sie öffnen ein neues Buch und wir folgen ihnen wie hirnlose Wesen die ihr Gehirn anscheinend nur als geistigen Appendix sehen.

Beginnen wir doch uns etwas besser zu informieren und öffnen unseren Kleingeist ein wenig mehr für neues, auch neue Infos und News. Es gibt unzählige Informationen im Internet die nur auf SIE warten um entdeckt zu werden! Informationen können IHR Leben verändern.

Bestimmen doch WIR, was unsere Nachrichten sein sollen.

In dem Karibikstaat waren Mitte Oktober erste Fälle der Cholera gemeldet worden. Die Krankheit breitet sich rasend schnell aus. In der vergangenen Woche hatten es heftige Proteste gegen die nepalesischen UNO-Soldaten gegeben. Bewohner werfen ihnen vor, die Cholera eingeschleppt zu haben.

Mittwoch, 16. März 2011

Haiti: Cholera-Epidemie schlimmer als angenommen

Boston – Die Prognose der Weltgesundheitsorganisation zur Entwicklung der Cholera-Epidemie in Haiti muss möglicherweise nach oben korrigiert werden. Nach Berechnungen von US-Forscher rechnen im Lancet (2011; doi: 10.1016/S0140-6736(11)60273-0) werden in diesem Jahr doppelt so viele Patienten erkranken wie bisher angenommen.

Fast scheint es, als sei das Erdbeben, das am 12. Januar 2010 die Gebäude und Infrastruktur in Haiti zerstörte, in Vergessenheit geraten. Auch über die Cholera-Epidemie, die im Oktober 2010 einsetzte, wird in den Medien nicht mehr berichtet. Der letzte Situationsbericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die anfangs regelmäßig eine Abschätzung zur Epidemie abgegeben hatte, datiert vom 24. November. Doch die Cholera-Epidemie ist nicht überwunden.

Die WHO rechnete zunächst mit 200.000 Erkrankungen im ersten Jahr, korrigierte die Zahl dann auf 400.000 Erkrankungen. Beide Annahmen waren eine grobe Schätzung. Sie beruhte auf der Annahme, dass 2 oder 4 Prozent der etwa 10 Millionen Einwohner des Landes an der Cholera erkranken werden. Da bis Ende des Jahres bereits 150.000 Erkrankungen bekannt wurden, sind Zweifel an den Zahlen erlaubt.

Jason Andrews vom Massachusetts General Hospital in Boston und Sanjay Basu von der Universität San Francisco haben eine wesentliche komplexere Berechnung durchgeführt. Sie berücksichtigt die Dynamik der Epidemie.

Dazu gehört, dass angesichts der weitgehend fehlenden sanitären Anlagen alle Haitianer sich mit V. cholerae infizieren können. Nicht alle werden an einer Cholera erkranken. Die Berechnungen berücksichtigen ferner, dass die Ausscheidung des Erregers bei symptomatischen Erkrankungen größer ist, aber auch bei inapparenten Verläufen möglich ist.

Die Erkrankung hinterlässt eine Immunität, die aber mit der Zeit wieder nachlässt, was auch nach einer Impfung der Fall ist. Anschließend fütterten die Forscher ihr mathematisches Modell mit den bekannten Erkrankungszahlen.

Nach ihrer Prognose werden zwischen März und Ende November diesen Jahres vermutlich 779.000 Haitianer an der Cholera erkranken, von denen 11.100 daran sterben könnten. Erkrankung und Tod ließe sich durch die drei bekannten Gegenmaßnahmen senken.

Die erste ist eine Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Wasser. Jedes Prozent der Bevölkerung weniger, das kontaminiertes Wasser trinken muss, würde die Zahl der Erkrankungen um 105.000 und die Zahl der Todesfälle um 1.500 mindern.

Die zweite präventive Maßnahme ist die Impfung: Pro 10 Prozent geimpftem Bevölkerungsanteil würde die Zahl der Erkrankungen um 63.000 und die Zahl der Todesfälle um 900 sinken. Schließlich könnte die dritte Maßnahme, der frühe Einsatz von Antibiotika bei schweren Erkrankten, die Zahl der Neuerkrankungen um 900 Fälle und die Zahl der Todesfälle um 1.300 senken.

Der Editorialist David Sack von der John Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore meint, die Debatte, welche der drei Methoden denn am besten geeignet sei, die Cholera einzudämmen, führe am Ziel vorbei. In Haiti seien alle drei Maßnahmen notwendig.

Ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation bezeichnete die Prognose der beiden US-Forscher gegenüber der Presse als zweifelhaft. Er bestätigte aber gleichzeitig, dass die Cholera-Epidemie noch lange nicht vorüber ist. Bis 10. März seien 252.640 Menschen erkrankt und 4.672 daran gestorben. © rme/aerzteblatt.de

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März 24, 2011 - Posted by | Uncategorized | , , , , , , , , , , ,

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