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Hintergründe & Fakten der Fukushima Katastrophe

Hintergründe & Fakten der Fukushima Katastrophe
Die 50 Männer die in Fukushima ihr Leben reskieren und mit all den ihnen zur Verfügung stehenden Kräften den Super-Gau zu verhindern versuchen, sind immer noch im Einsatz. Seit nun mehr einer Woche befinden diese sich in der Notfallzentrale des beschädigten Atomkraftwerks. Immer wieder klettern sie in und aus dem Stahlschrott und den Gebäuderippen aus denen Dampf und Rauch empor steigt. Die Internationalen Medien haben diesen Männern wegen ihres todesmutigen Einsatz den Namen „Fukushima 50“ gegeben.

Wann und ob diese Männer nach Hause kommen ist ebenso fragwürdig wie der Einsatz von angeblichen Freiwilligen, die als Unterstützung in Fukushima Hilfe leisten sollen. Hinzu kommen etwa 140 Hilfskräfte der Feuerwehr aus Tokio und 120 Atomarbeiter von anderen Energiekonzernen. Was genau sich in diesen Stunden am Atommeiler abspielt wird nicht bekannt gegeben und es bleibt abzuwarten was aus der täglichen Video-Konferenz hervor geht.

Für Deutschland und Europa gab das Bundesamt für Strahlenschutz Entwarnung: Wie auch immer die Katastrophe in Japan ausgehen wird – von der Strahlenwolke in Japan werden wir hier nicht betroffen sein. Die Entfernung mit über 9000 Kilometer ist zu groß. Wie gefährlich sind aber die Stoffe? Was bewirken sie im menschlichen Körper?

Schon ganz geringe Strahlenmengen können einen gesundheitlichen Schaden verursachen. So kann die natürliche Strahlung in der Umwelt bereits zu Krebserkrankungen führen: Von etwa 460.000 Krebsfällen in Deutschland sind 2000 bis 6000 auf natürliche Strahlung oder auf Folgen medizinischer Bestrahlung (z.B. Röntgen) zurückzuführen. Der am häufigsten auftretende Krebs nach einer Strahleneinwirkung ist der Blutkrebs. Trifft die Strahlung auf die Zellen im Knochenmark, aus denen Blutzellen gebildet werden, kann ihr Erbgut verändert werden. Statt roten, breiten sich vermehrt veränderte weiße Blutkörperchen (Leukämiezellen) im Körper aus. Die Folge: Es wird nicht mehr genügend Sauerstoff durch den Körper transportiert, ebenso fallen Blutgerinnungs- und Immunsystem aus.

Das Radionuklide Cäsium-137 und Strontium-90 sind wahre „Knochenfinder“ – diese radioaktiven Stoffe lagern sich besonders gern in Knochen an. Nicht nur für Leukämie, sondern auch für Knochenkrebs besteht erhöhte Gefahr.

Das heftige Erdbeben in Japan hat den gesamten Globus durch gerüttelt: Die schweren Erschütterungen haben nicht nur die japanische Hauptinsel verrückt, sondern auch die komplette Erdachse verschoben, wodurch der Tag nach dem Beben um den Bruchteil einer Sekunde kürzer wurde. Es handelt sich nach Expertenmeinung um die angeblich größte Landbewegung seit Jahrzehnten.

Das Erdbeben in Japan war eines der fünf stärksten Beben, die jemals gemessen wurden: Vor der Küste der nord-japanischen Insel Honshu riss am Freitag in einer Tiefe von 32 Kilometern der Meeresboden auf einer Länge von 400 Kilometern die Erde auf. Dabei wurden enorme Energien freigesetzt, die nach Auffassung von Geophysikern die Erdrotation beschleunigt haben.

Die Erschütterungen des Erdbebens in Japan hatten nicht nur eine Verwüstung von gigantischem Ausmaß zur Folge, sondern auch eine Bewegung der gesamten japanischen Hauptinsel um rund 2,40 Meter. Mit Hilfe des Satelliten-Navigationssystems GPS haben Forscher festgestellt, dass sich eine GPS-Station um acht Fuß verschoben habe. Wie der Geophysiker Kenneth Hudnut von der US-Geologiebehörde USGS (U.S. Geological Survey) am Samstag gegenüber dem US-Fernsehnachrichtensender CNN berichtete, sei man nun der Auffassung, dass die Verschiebung auch für die gesamte Landmasse gelte.

Volker Koch

Quelle:dpa / taz /

 

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März 19, 2011 - Posted by | Uncategorized | , , , , , , ,

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