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ARTE – ILKA SCHÖNBEIN – KUNST

Eine der kreativsten Menschen die ich kenne…….

Die suggestive magische Kraft des Spiels von Ilka Schönbein konnten die Besucher des Internationalen Figurentheater-Festivals bereits vor einigen Jahren entdecken. Damals jedoch spielte die Deutsche, die dann in Frankreich bekannt wurde, ungeladen auf dem Erlanger Marktplatz und faszinierte sogleich ein großes Publikum. Seit den achtziger Jahren ist Ilka Schönbein mit ihrem Theater auf den Straßen unterwegs. 1994 bekam sie den Kritikerpreis des Momos-Festival von Perigueux. 1997 brachte der deutsch-französische Kultursender „arte“ ein Porträt über sie.

Ihr Theater nennt Ilka Schönbein „Meschugge“. Das Wort, das aus dem Jiddischen kommt, heißt umgangssprachlich „verrückt“. In der Tat sind Ilka Schönbein und ihre Theatergruppe etwas verrückt. Mit drei großen Bussen fahren sie übers Land. Davon möchte Ilka Schönlein auch nicht lassen. Es sei immer ihr Traum gewesen, nachdem sie Ariane Mnouchkines Film über den großen Molière gesehen hatte, der in seinen Theater- Anfängen ebenso mit der Wanderbühne über’s Land gezogen ist. Mittlerweile hat man Ilka Schönbein jedoch längst von der Straße auch in die großen Theater geholt.

Die Presse schrieb: „‘Metamorphosen’ heißt ihr Stück für Erwachsene. Es handelt von den Wandlungen der Zeit, vom Wachsen und Erwachsenwerden unter besonderen Bedingungen: Das bedrohte jüdische Ghetto im Zeichen des Nationalsozialismus ist der Ort und die Zeit, in der diese Wandlungen stattfinden. Die Veränderungen der Morphe – der Form, der Struktur, wird in den Bildern körperlich spürbar. Die jiddischen Lieder sind der einzige Text im Hintergrund. Wir sehen Wesen, die ohne Worte erzählen. Die Bühne ist karg. Die Figuren haben Gesichter von einer besonderen Lebendigkeit. Eines haben sie gemeinsam: die Schatten unter den Augen, die schmalen Körper mit großen Köpfen. Das erinnert an Hunger, an Trauer, auch wenn sie manchmal ganz munter sind.

Die Kleider und der Kinderwagen stammen wirklich aus dieser Zeit. Stumme Zeitzeugen, die als Symbole für menschliche Schicksale, Wege, Wandlungen aufgefasst werden können. … Es braucht Energie und einen klaren Willen, sich so ganz und gar in diese Bilder zu begeben und auch den Zuschauer dabei nicht zu schonen, ihm diese Bilder zuzumuten. Eine kleine Bewegung mit dem Kopf, ein Streifen der Hand – Ilka Schönbein hat eine große Sicherheit und Meisterschaft im Spiel, im Tanz. Das andere Theater.

 

 

 

 


 

 


 

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März 12, 2011 - Posted by | Uncategorized | , , , , , , , , , ,

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