Interessante Geschichten rund um das Leben

Lassen Sie sich Informieren und unterhalten

ARTE – ILKA SCHÖNBEIN – KUNST

Eine der kreativsten Menschen die ich kenne…….

Die suggestive magische Kraft des Spiels von Ilka Schönbein konnten die Besucher des Internationalen Figurentheater-Festivals bereits vor einigen Jahren entdecken. Damals jedoch spielte die Deutsche, die dann in Frankreich bekannt wurde, ungeladen auf dem Erlanger Marktplatz und faszinierte sogleich ein großes Publikum. Seit den achtziger Jahren ist Ilka Schönbein mit ihrem Theater auf den Straßen unterwegs. 1994 bekam sie den Kritikerpreis des Momos-Festival von Perigueux. 1997 brachte der deutsch-französische Kultursender „arte“ ein Porträt über sie.

Ihr Theater nennt Ilka Schönbein „Meschugge“. Das Wort, das aus dem Jiddischen kommt, heißt umgangssprachlich „verrückt“. In der Tat sind Ilka Schönbein und ihre Theatergruppe etwas verrückt. Mit drei großen Bussen fahren sie übers Land. Davon möchte Ilka Schönlein auch nicht lassen. Es sei immer ihr Traum gewesen, nachdem sie Ariane Mnouchkines Film über den großen Molière gesehen hatte, der in seinen Theater- Anfängen ebenso mit der Wanderbühne über’s Land gezogen ist. Mittlerweile hat man Ilka Schönbein jedoch längst von der Straße auch in die großen Theater geholt.

Die Presse schrieb: „‘Metamorphosen’ heißt ihr Stück für Erwachsene. Es handelt von den Wandlungen der Zeit, vom Wachsen und Erwachsenwerden unter besonderen Bedingungen: Das bedrohte jüdische Ghetto im Zeichen des Nationalsozialismus ist der Ort und die Zeit, in der diese Wandlungen stattfinden. Die Veränderungen der Morphe – der Form, der Struktur, wird in den Bildern körperlich spürbar. Die jiddischen Lieder sind der einzige Text im Hintergrund. Wir sehen Wesen, die ohne Worte erzählen. Die Bühne ist karg. Die Figuren haben Gesichter von einer besonderen Lebendigkeit. Eines haben sie gemeinsam: die Schatten unter den Augen, die schmalen Körper mit großen Köpfen. Das erinnert an Hunger, an Trauer, auch wenn sie manchmal ganz munter sind.

Die Kleider und der Kinderwagen stammen wirklich aus dieser Zeit. Stumme Zeitzeugen, die als Symbole für menschliche Schicksale, Wege, Wandlungen aufgefasst werden können. … Es braucht Energie und einen klaren Willen, sich so ganz und gar in diese Bilder zu begeben und auch den Zuschauer dabei nicht zu schonen, ihm diese Bilder zuzumuten. Eine kleine Bewegung mit dem Kopf, ein Streifen der Hand – Ilka Schönbein hat eine große Sicherheit und Meisterschaft im Spiel, im Tanz. Das andere Theater.

 

 

 

 


 

 


 

März 12, 2011 Posted by | Uncategorized | , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Wie funktioniert Kernenergie wirklich ? Und was bedeutet sie für uns ?

Nukleare Energie

Die nukleare Energie ist nichts anderes als die Energie, die in Atomen steckt, und bei der Kernspaltung oder Kernfusion freigesetzt wird. Man kann sie im Kernreaktor in Wärme umwandeln. Sie wird meistens in Kernkraftwerken in Strom umgewandelt. Bei Atom-U-Booten, Atom-Flugzeugträger etc. treibt die Turbine keinen Generator, sondern einen Propeller an.

Tatsachen über die nukleare Energie. Nukleare Energie ist eine nicht erneuerbare Energiequelle. Lesen Sie einige interessante Tatsachen über die nukleare Energie.

  • Nukleare Energie ist die Energie, die durch die Zersetzung eines Atomkerns auf zwei Atome oder durch die Vereinigung zwei Atomkerne in ein neues Atom befreit wird.
  • Im Moment stammt nukleare Energie aus der Umwandlung der Masse in der Energie während der Spaltung des Atoms. Das passiert nach der bekannten Formel von Albert Einstein E = mc2. Die Formel sagt: E [Energie] gleich m [Masse] mal c2 [c – Lichtgeschwindigkeit]. Das bedeutet, die befreite Energie ist gleich der Differenz der Massen multipliziert mit dem Quadrat der Lichtgeschwindigkeit.
  • Nukleare Energie wird durch eine kontrollierte Kettenreaktion produziert und schafft Wärme. Diese Wärme wird für die Aufwärmung des Wassers, die Herstellung des Dampfes und für den Betrieb der ganzen Turbine benutzt.
  • Nukleare Energie kann durch die Atomspaltung des Urans, Plutoniums oder Thoriums oder durch die Fusion der Wasserstoffatome in das Helium. Im Moment wird am meisten das Uran verwendet. Die wichtigste energetische Tatsache ist, dass durch die Atomspaltung des Urans 10 Millionen Mal mehr Energie gewonnen wird als durch die Verbrennung der Kohlenstoffatome aus der Kohle.
  • Nukleare Kraftwerke brauchen viel weniger Treibstoff als die Kraftwerke, die die fossilen Treibstoffe verwenden. Z. B. eine Tonne Urans gibt die gleiche Quantität der Energie, die man aus einigen Millionen Tonen Kohle oder einigen Millionen Barrels Erdöls gewinnen kann.
  • In Frankreich ist die nukleare Energie am meisten ausgebreitet und aus den nuklearen Kraftwerken kommt 80 % elektrischer Energie dieses Staates. Es gibt eine Widerstandbewegung „Sortir du Nucléaire“ (Ausgang aus dem Nuklearen), die aber zur Zeit keinen großen Einfluss hat.
  • Nukleare Energie entdeckte zufällig ein französischer Physiker Henri Becquerel im Jahr 1896. Er sah, dass die photographischen Platte dunkel wurden als sie im dunkel neben dem Uran gespeichert worden sind, ähnlich wie bei den vor nicht so langer Zeit entdeckten X – Strahlen.
  • Dem Zustand im Jahr 2004 nach hat die nukleare Energie den Anteil von 6.5 % in der weltlichen Energieproduktion und 15.7 % in der weltlichen Produktion der elektrischen Energie. Von diesen 15.7 % produzieren die USA, Frankreich und Japan gemeinsam 57 % elektrischer Energie aus der nuklearen Energie.
  • In den USA wird in den nuklearen Kraftwerken ungefähr 19% der generierten elektrischen Energie. Das ist gleich der totalen Verbrauch elektrischer Energie in drei bevölkerungsreichsten Staaten: Kalifornien, Texas und New York.
  • Im Moment gibt es 104 kommerzielle nukleare Reaktoren, die komplett von der Nuklearen regulierende Kommission (Nuclear Regulatory Commission – NRC) in den USA. Von diesen 104 Reaktoren 69 wurden als Wasserdruck regulierende (Pressurized water reactors – PWR) kategorisiert und haben ungefähr 65.100 MW Kraft. Andere 35 Reaktoren wurden als gesiedete Reaktoren (Boiling water reactors – BWR) bezeichnet und haben ungefähr 32.300 MW Kraft.

Nukleares Kraftwerk – Dampfturme sind Objekte, die man gewöhnlich mit den nuklearen Kraftwerken assoziiert.

Zusätzliche Tatsachen über die nukleare Energie:

  • Am 27. Jun 1954 wurde das sowjetische nukleare Kraftwerk Obninsk das erste nukleare Kraftwerk, das elektrische Energie generierte und dabei auf das elektrische Netz verbunden war. Produzierte Kraft betrug ungefähr 5 MW.
  • Russland begann mit dem Aufbau des schwimmenden nuklearen Kraftwerks. Das Schiff wird 100 Millionen Pfunde (ungefähr 205 Millionen $) kosten. Es wird bis 2010 gebaut werden und wird der Name Lomonosov tragen. Das wird das erste von sieben schwimmenden nuklearen Kraftwerken sein und nach den Behauptungen aus Moskau wird es die entscheidende Energiequelle für die entfernten russischen Regionen sein.
  • Internationale Skala der nuklearen Ereignisse (International Nuclear Event Scale – INES) wird für die Evaluation des Ernstes der nuklearen Zwischenfälle verwendet. Sie stammt von dem Büro für nukleare Energie (International Atomic Energy Agency – IAEA) und die Ereignisse werden mit der Skala von eins bis sieben gemessen, wobei sieben das Schlimmste bezeichnet.
  • Nukleare Katastrophe in Chernobyl im Jahr 1986 ist das größte Katastrophe in der nukleare Geschichte und ist das einzige Ereignis, das auf der INES Skala mit sieben bezeichnet wurde. Damals befand sich Chernobyl in der Sowjetischen Union und heute in Ukraine.
  • Nukleare Energie wird durch drei egzothermische Prozesse:
    • Radioaktive Zersetzung, wo das Proton oder Neutron in dem radioaktiven Kern spontan zersetzt wird und die Partikel aussendet.
    • Fusion, die Verschmelzung von zwei Atomkerne in ein schwereres Atom.
    • Spaltung eines schwereren Atoms auf zwei leichtere Atome.

     

  • Die Sonne benutzt die nukleare Fusion der Wasserstoffatome in Atome Heliums. Das ermöglicht die Wärme, das Licht und andere Strahlungen, die aus der Sonne stammen.
  • Nukleare Energie wird immer mehr als akzeptable Energiequelle bezeichnet, weil sie keine Treibhausgase produziert und die Erde nicht erwärmt im Gegensatz zu anderen nicht erneuerbaren Energiequellen.
  • Entscheidende Elemente für Unterstützung in demokratischen Gesellschaften sind der Aufbau des Vertrauens und das Erhöhen der Zuverlässigkeit der Ausnutzung der nuklearen Energie.
  • Nukleare Energie ist im Moment eine sehr sichere Energiequelle, weil die Sicherheitsmaßnahmen zum Maximum gebracht wurden und es ist fast unmöglich, dass eine Katastrophe wie in Chernobyl wieder passiert.
  • Im Vergleich zu anderen energetischen Möglichkeiten mit oder ohne Kohlenstoff verlangen nukleare Kraftwerke viel weniger Fläche für Arbeit. Für das Kraftwerk von 1000 MW gelten folgende Forderungen: nukleares Kraftwerk 1–4 km2; fotovoltaischer Park 20-50 km2; Bauernhof der Windmühlen 50-150 km2; Biomasse 4.000-6.000 km2.
  • Nukleare Kraftwerke sind die einzige energetische Industrie, die vollkommen den produzierten Abfall kontrolliert und das wird in den Preis der Produktion einbezogen.
  • Wenn es die Katastrophe in Chernobyl und das Ereignis auf der Insel Drei Meile nicht gäbe, würde die nukleare Energie jetzt die dominante Energiequelle sein. Das Ereignis auf der Insel Drei Meile hatte keinen großen Einfluss auf die Umwelt, sondern auf die öffentliche Empfindung über die Sicherheit der nuklearen Kraftwerke.
  • Nukleare Energie kann sehr zerstörerisch sein. Die einzigen Angriffe mit den nuklearen Waffen in der Kriegsgeschichte sind die nuklearen Bomben geworfen auf Hiroshima und Nagasaki. In Hiroshima 1945 wurden 140.000 und in Nagasaki 80.000 Menschen getötet. Ungefähr die Hälfte davon ist gleich an diesem Tag gestorben.

Fast 2 Millionen Menschen auf der Erde haben keinen Zutritt zur elektrischen Energie. Dieses Problem wird mit dem Wuchs der Bevölkerung immer größer. Das globale Verlassen auf die fossilen Treibstoffe und großen Wasserkraftwerke wird sich wenigstens bis 2020 erhalten, aber das wird für die immer größeren Bedürfnisse der Menschheit nicht reichen. Eine mögliche Lösung ist die Nuklearenergie. In den letzten 30 Jahren hat die Nuklearenergie eine wichtige Rolle in der Produktion der elektrischen Energie. Im Augenblick wird 16% der elektrischen Energie in der Welt aus der nuklearen Energie produziert. Der starke Durchbruch der Nuklearenergie ist seiner Reinheit und keiner Emission der Glashausgase zu verdanken. Gut konstruierte nukleare Kraftwerke haben sich als zuverlässig, sicher, ökonomisch akzeptabel und ökologisch erwünscht erwiesen. Bis jetzt gibt es in der Welt mehr als 9000 Jahren der Arbeit und dadurch gibt es auch genug Erfahrung in der Ausnutzung der nuklearen Energie.

Der Einfluss auf die Umwelt und die Speicherung des radioaktiven Abfalls

Wie alle anderen Prozesse der Energieproduktion aus den nicht erneuerbaren Energiequellen, produzieren auch nukleare Kraftwerke den Abfall. Das ist radioaktiver Abfall und das heiße Wasser. Da die nuklearen Kraftwerke kein Kohlendioxyd produzieren, mit ihrer Nutzung wird nicht zum Glashaus-Effekt beigetragen. Der radioaktive Abfall ist in zwei Kategorien geteilt: niedrig radioaktiver Abfall und hoch radioaktiver Abfall. Die Mehrheit gehört zum niedrig radioaktiven Abfall (alltäglicher Abfall, Werkzeuge, Schutzanzüge u. a.). Diese Abfall wurde nur mit einer kleinen Quantität der radioaktiven Substanz kontaminiert und muss so gespeichert werden, dass es zum keinen Kontakt mit der Außenwelt kommt.

Das richtige Problem mit den nuklearen Kraftwerken ist der Rest des ausgenutzten Treibstoffs, der hoch radioaktiv ist. Er muss in speziellen Becken ( das Wasser kühlt den nuklearen Treibstoff und ist eine Art des Schildes vor der Radioaktivität ) oder in trockenen Containern gelagert werden. Älterer und niedrig radioaktiver Treibstoff wird in trockenen Lagern aufbewahrt. Dort schließt man ihn in spezielle armierte Betoncontainer.

Nukleare Kraftwerke können eine Drohung für die Umwelt sein, wenn man mit ihnen falsch umgeht (Chernobyl und die Insel Drei Meilen). Die größte Katastrophe passierte am 26. Juni 1986 in Chernobyl in der damaligen UdSSR, in der heutigen Ukraine. Der vierte Reaktor im nuklearen Kraftwerk explodierte und eine radioaktive Wolke formierte sich und breitete auf ganzes Europa aus ( das Bild ). 27% der Retter, die an diesem Tag in dem kontaminierten Gebiet hineingegangen sind (200 000) sind Invalide. In der Explosion wurde die aktive Zone des Reaktors zerstört und während 10 Tage und Nächte dauerte der aktive Grad der Havarie, begleitet durch das Befreien der radioaktiven Elemente. Dieses Dispensieren wurde aufgehalten, nachdem der Reaktor im November 1986 in einem „Betonsarkophag“ gestellt wurde. Die gesamte Radioaktivität unter dem Sarkophag übertrifft 2 Millionen Curies.

Weniger schädlich für Menschen und die Umwelt war die Havarie auf der Insel Drei Meilen am 28. März 1979 in Pennsylvanien, USA. Wegen der Reihe der Fehler und Sicherheitsversäumnisse hat sich ein von den nuklearen Reaktoren überheizt und teilweise geschmolzen. Das Resultat war die Auslassung der radioaktiven Substanzen in die Atmosphäre. Bis jetzt gab es keine schädliche Wirkung dieser Radioaktivität für Menschen, aber dieses Ereignis hatte einen starken Einfluss auf die Vorstellung über die Sicherheit der nuklearen Energie. In den nächsten Tagen haben sich die Medien sehr für diesen Unfall interessiert und die Kämpfer gegen die nukleare Energie haben endlich einen guten Grund für eine große antinukleare Kampagne bekommen. Der Film „China Syndrom“ hat den Einfluss dieser Kampagne intensiviert. Er wurde nur einige Wochen vor der Havarie auf der Insel Drei Meilen präsentiert. In diesem Film ist wegen der vielen Sicherheitsfehler ein nuklearer Reaktor fast geschmolzen und deswegen nennt man bis heute die Verschmelzung des nuklearen Reaktors „das chinesische Syndrom“. Diese ganze Reihe der Ereignisse bewog die Regierung der USA, dass sie das Niveau der Sicherheit der nuklearen Anlagen erhöhen und die Zahl der gebauten nuklearen Kraftwerke reduzieren.
Das Prinzip der Arbeit

Nukleare Kraftwerke benutzen das Isotop des Urans U-235 als Treibstoff, das auch sehr günstig für die Atomspaltung ist. In der Natur kann man Uran mit mehr als 99% U-238 und nur 0.7% U-235 finden. Währen U-238 schnelle Neutronen absorbiert, zerfällt sich U-235 in den Kollisionen mit langsamen Neutronen auf sehr radioaktive, Atomspaltungsprodukte. Dabei werden auch schnelle Neutronen freigelassen (das Bild). Durch die Verlangsamung der schnellen Neutronen in den Kollisionen mit den Molekülen des schweren Wassers, passiert eine Kettenreaktion. Die befreite Energie ist das erwünschte Produkt. In den nuklearen Reaktionen passiert dieser Prozess in streng kontrollierten Bedingungen ( außer Chernobyl ). Die Atombombe ist das Resultat eine absichtlich zu große Konzentration der freien Neutronen, die mit den spaltungsempfindlichen Atomen kollidieren und auf dieser Weise eine unkontrollierte Explosion verursachen. Trotz der großen Mengen des Urans in der Natur (100 Mal mehr als Silber) gibt es wenig U-235. Deshalb wird der Prozess der Bereicherung des Urans durchgeführt. In der finalen Phase befindet sich der nukleare Treibstoff in der Form von kleinen Tabletten, die 2-2,5 cm lang sind. Eine solche Tablette kann ungefähr die gleiche Quantität der Energie geben wie eine Tone der Kohle. Energie, die sich durch die Kollisionen der Neutronen mit dem Uran befreit, wird für die Aufwärmung des Wassers verwendet. Dieses Wasser ( Dampf ) treibt die Generatoren an und danach soll sie gekühlt und zurück in den Reaktor gebracht werden. Dafür braucht man ein konstantes und großes Durchfließen des Wassers um den Kern des Reaktors.

Die Ausnutzung der nuklearen Energie in einigen Staaten

Der Staat mit der größten Produktion der elektrischen Energie aus der Nuklearenergie ist Frankreich mit 75%. Danach folgen Litauen mit 73%, Belgien mit 58%, Bulgarien, Slowakei und Schweden mit 47%, die Ukraine mit 44% und die Republik Korea mit 43%. In noch zehn Staaten wird mehr als 25% der elektrischen Energie aus der nuklearen Energie produziert. Die USA produzieren 19.8%, aber wegen des großen Umfangs der Energieproduktion haben sie den größten Anteil in der gesamten Energieproduktion in den nuklearen Kraftwerken mit 28%. Danach kommt Frankreich mit 18% und Japan mit 12%.

Mit dem Aufstieg der Zahl von Staaten mit den nuklearen Kraftwerken erhöht sich auch das Risiko des Verbrauchs des nuklearen Treibstoffs in falschen Zwecken. In der letzten Zeit ist der Terrorismus sehr aktuell und mit der nuklearen Technologie könnten Terroristen eine riesige nukleare Katastrophe verursachen. Politiker und auch Wissenschaftler sollen deswegen bestimmte Maßnahmen treffen. Wegen dieses Problems haben die internationalen Organisationen verschiedene Regeln über die Sicherheit für 140 Staaten in der Welt aufgestellt. Das Problem mit dem Aufbewahren des Nuklearen Treibstoffe (und des radioaktiven Abfalls) ist im Augenblick in den armen Ländern am deutlichsten, weil sie nach dem Zerfallen der UdSSR entstanden sind.

 

Der Doku-Film von Discovery Channel Deutschland gibt Ihnen weitere und sehr genaue Einblicke in die Chernobyl Katastrophe

 

März 12, 2011 Posted by | Uncategorized | , , , , , , | 1 Kommentar

Wir helfen den Überlebenden der Umweltkatastrophe

Wir helfen den Überlebenden der Umweltkatastrophe.

 

Eintragen und Mitmachen – Facebook

Werde Mitglied und unterstütze die Aktion:

 

WIR HELFEN DEN ÜBERLEBENDEN DER UMWELTKATASTROPHE

März 12, 2011 Posted by | Uncategorized | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Info zu Tsunami und Person Finder für Japan

Tokio.

Das gewaltige Erdbeben in Japan hat zu Störfällen in zwei Atomkraftwerken geführt. Zwar wurden alle Anlagen in der Region sofort automatisch heruntergefahren. Dennoch traten Probleme auf, Ministerpräsident Naoto Kan rief deshalb Atomalarm aus. Im Umkreis von drei Kilometern eines betroffenen Reaktors wurden etwa 2000 Anwohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. In einem Gebiet bis zu zehn Kilometern Entfernung sollten die Bewohner in ihren Häusern bleiben. Die Behörden befürchten offenbar eine radioaktive Verstrahlung, nachdem es bei der Kühlung des Reaktors zu Problemen gekommen war.

AGENTURMELDUNG:

Tokio (sda/dpa/dapd) Das gewaltige Erdbeben in Japan hat am
Freitag zu Störfällen in zwei Atomkraftwerken geführt. Zwar wurden
alle Anlagen in der Region sofort automatisch heruntergefahren.
Dennoch traten Probleme auf, Ministerpräsident Naoto Kan rief
deshalb Atomalarm aus.

Im Umkreis von drei Kilometern am Reaktor Fukushima wurden etwa
2000 Anwohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen,
berichtete der Sender NHK. In einem Gebiet bis zu zehn Kilometern
Entfernung sollten die Bewohner in ihren Häusern bleiben.

Die Behörden fürchten offenbar eine radioaktive Verstrahlung,
nachdem es bei der Kühlung des abgeschalteten Reaktors zu Problemen
gekommen war. Techniker schalteten ein Notkühlsystem ein.

Im Atomkraftwerk Onagawa brach ein Feuer in einem Turbinengebäude
aus. Die Betreibergesellschaft erklärte, dass keine radioaktive
Strahlung ausgetreten sei. Der Brand wurde nach Informationen der
Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gelöscht. Dies habe die
japanische Atomsicherheitsbehörde NISA der IAEA mitgeteilt, gab die
UNO-Behörde in Wien bekannt.

Super-GAU nicht auszuschliessen

Auch nach der Abschaltung von Reaktoren bestehe aufgrund der
nicht steuerbaren Nachwärme eine Gefahr, erklärte der Greenpeace-
Reaktorexperte Heinz Smital. «Selbst ein abgeschaltetes
Atomkraftwerk kann noch zum Super-GAU führen.»

In diesem Fall komme es noch zu so viel Nachwärme, dass man eine
Kernschmelze nur dann verhindern könne, wenn die Kühlung
sichergestellt sei. Das Erdbeben habe eine sehr grosse Energie
gehabt, «so dass viele Systeme möglicherweise nicht funktionieren
wie sie sollten».

Es sei in keinem Fall radioaktive Strahlung freigesetzt worden,
betonte die japanische Regierung. Der atomare Notfall sei ausgerufen
worden, um Notfallmassnahmen der Behörden zu unterstützen, sagte
Regierungssprecher Yukio Edano. Zuvor hatte Kan in einer ersten
Beurteilung der Lage erklärt, dass es keine Probleme bei den
Atomkraftwerken gebe.

Die vier Atomkraftwerke in der am schwersten betroffenen Region
im Nordosten der Hauptinsel Honshu wurden automatisch
heruntergefahren, darunter auch Onagawa und Fukushima. Ein fünftes
Atomkraftwerk war wegen Wartungsarbeiten stillgelegt.

Google hat die Webseite „Crisis Response“ Japan eingerichtet :

Sollten Sie Informationen haben oder eine Person suchen, hier der „Person Finder:

Person Finder

Google Watch Blog


Video Bericht I

Video Bericht II

Video Bericht III

März 12, 2011 Posted by | Uncategorized | , , , , , , , , , , , , | 1 Kommentar

Dieser Krieg gegen den Terrorismus ist Schwindel

Die Ereignisse des 11. September gaben den USA den idealen Vorwand, um mit Gewalt ihre globale Vorherrschaft zu sichern 

Von Michael Meacher

Am 06.09.2003 erschien im britischen „Guardian“ ein bemerkenswerter Beitrag vom Labour-Abgeordneten Michael Meacher, der von Mai 1997 bis Juni 2003 britischer Umweltminister im Kabinett Blair war. In diesem Artikel beschäftigt er sich mit dem Zusammenhang zwischen dem „Project of a New American Century“ (PNAC) und den Ereignissen des 11. September 2001. In ihm heißt es u.a.: „Die Liste der Beweise nimmt aber erst zusammen mit dem PNAC-Entwurf ihren richtigen Platz ein. Danach scheint es, dass der sogenannten „Krieg gegen den Terrorismus“ weitgehend als Deckmantel für die Erreichung umfassenderer strategischer geopolitischer amerikanischer Ziele benutzt wird. In der Tat deutete Tony Blair selbst dies an, als er vor dem Verbindungs-Komitee des Unterhauses sagte: ‚Um die Wahrheit zu sagen, gab es keinen anderen Weg, die Zustimmung der Öffentlichkeit für einen schnellen Feldzug gegen Afghanistan zu bekommen als die Geschehnisse des 11. September‘.“ Meachers Artikel schließt mit der Feststellung: „Wenn es jemals die Notwendigkeit gab, einen objektiveren britischen Standpunkt zu begründen, der von unseren eigenen unabhängigen Zielen angetrieben wird, so liefert dieses ganze deprimierende Epos [er meint seinen Artikel] sicherlich alles benötigte Beweismaterial für einen radikalen Kurswechsel.“
Im Folgenden dokumentieren wir den Beitrag aus The Guardian in einer deutschen Übersetzung, die Gerlind Otto für uns besorgt hat.

Enorme Aufmerksamkeit ist – berechtigterweise – auf die Gründe gerichtet worden, warum England gegen den Irak Krieg führte. Aber viel zu wenig Aufmerksamkeit hat sich auf die Frage konzentriert, warum die USA Krieg führte, und das wirft auch wieder Licht auf britische Motive. Die gängige Erklärung ist, dass nach der Zerstörung der Twin Towers Vergeltung gegen die Al Quaida Stützpunkte in Afghanistan ein natürlicher erster Schritt war, um den globalen Krieg gegen den Terrorismus einzuleiten. Dann konnte sich der Krieg auch auf den Irak ausdehnen, weil Saddam Hussein von der amerikanischen und britischen Regierung des Besitzes von Massenvernichtungswaffen bezichtigt wurde. Diese Theorie passt allerdings nicht zu den Tatsachen. Die Wahrheit ist vielleicht sehr viel düsterer (schmutziger). Wir wissen jetzt, dass für Dick Cheney (derzeitiger Vizepräsident), Rumsfeld (Verteidigungsminister), Paul Wolfowitz (Stellvertreter Rumsfelds), Jeb Bush (George Bushs jüngerer Bruder) und Lewis Libby (Cheneys Amtsleiter) ein Papier zur Schaffung einer globalen Pax Americana entworfen wurde. Das Dokument mit dem Titel „Amerikas Verteidigung wieder aufbauen“ wurde im September 2000 von der neokonservativen Denk-Fabrik („think tank“) „Projekt für das neue amerikanische Jahrhundert (PNAC)“ geschrieben.

Dieser Plan zeigt, dass Bushs Kabinett die militärische Kontrolle über die Golf Region beabsichtigte, unabhängig davon, ob Saddam Hussein an der Macht war oder nicht: „Während der ungelöste Konflikt mit Irak die direkte Rechtfertigung liefert, geht aber die Notwendigkeit einer soliden Armee-Präsenz im Golf über die Frage des Saddam Hussein Regimes hinaus.“

Der PNAC Entwurf unterstützt ein früheres Dokument, das Wolfowitz und Libby zugeschrieben wird und in dem es hieß, die USA müsse „hochindustrialisierte Länder davon abhalten, unsere Führungsrolle in Frage zu stellen oder auch nur eine größere regionale oder globale Rolle anzustreben.“ Er bezieht sich auf Schlüssel-Verbündete wie das Vereinigte Königreich als „effektivste und effizienteste Hilfe (Vermittler) bei der Ausübung des amerikanischen globalen Führungsanspruchs“. Es beschreibt, dass Friedensmissionen „eher amerikanischer politischer Führung als der durch die UNO“ bedürfen. Es führt aus, dass „auch wenn Saddam aus der Szene verschwinden sollte, die amerikanischen Stützpunkte in Saudi Arabien und Kuwait bestehen bleiben werden“, da „der Iran sich als eine ebensolche Bedrohung für die Interessen der USA herausstellen könne wie der Irak“. Mit der Feststellung, „es (sei) an der Zeit, die Präsenz amerikanischer Truppen in Süd-Ost-Asien zu verstärken“, stellt das Dokument China für einen „Regimewechsel“ ins Rampenlicht.

Das Dokument fordert auch dazu auf, durch amerikanische Streitkräfte im Weltraum eine Vorherrschaft dort und im Cyberspace sicherzustellen, damit nicht „Feinde“ das Internet gegen die USA einsetzen können. Es lässt durchblicken, dass die USA die Entwicklung von biologischen Waffen ins Auge fassen könnten, „die bestimmte Arten von Völkern zum Ziel haben [und] biologische Kriegführung aus dem Reich des Terrors herausführen und zu einem nützlichen politischen Werkzeug werden lassen können.“

Schließlich benennt es – schon ein Jahr vor dem 11. September – Nord-Korea, Syrien und den Iran als gefährliche Regime, deren Existenz die Schaffung eines „weltweiten Befehls- und Kontrollsystems“ rechtfertige.
Dies ist ein Entwurf für amerikanische Weltherrschaft. Aber bevor es als Tagesordnung für rechte Phantasien abgetan wird, ist ganz klar, dass es eine bessere Erklärung für die Geschehnisse vor, während und nach dem 11. September liefert als die These vom globalen Krieg gegen den Terrorismus. Dies ist mehrfach nachzuweisen.

Zuerst einmal ist klar, dass die amerikanischen Behörden wenig oder nichts getan haben, um den Ereignissen des 11. September zuvorzukommen. Es ist bekannt, dass mindestens 11 Länder den USA Vorwarnungen über die zu erwartenden Angriffe zukommen ließen. Zwei erfahrene Mossad-Experten wurden im August 2001 nach Washington geschickt, um die CIA und das FBI auf eine Gruppe von 200 Terroristen aufmerksam zu machen, die an der Vorbereitung einer großen Operation arbeiteten (Daily Telegraph, 16. September 2001). Auf der Liste, die sie bereitstellten, waren auch die Namen von vier der Flugzeugentführer vom 11. September, von denen keiner festgenommen wurde.

Schon 1996 war bekannt, dass es Pläne gab, Ziele in Washington mit Flugzeugen anzugreifen. Dann stellte der Bericht eines amerikanischen nationalen Aufklärungskomitees im Jahre 1999 fest, dass „Al-Quaida Selbstmord-Attentäter ein Flugzeug vollgepackt mit hochexplosivem Material in das Pentagon, das Hauptquartier der CIA oder das Weiße Haus bruchlanden könnten“.

Fünfzehn der Flugzeugführer des 11. September bekamen ihre Visa in Saudi-Arabien. Michael Springman, der frühere Leiter des amerikanischen Visum-Büros in Jeddah, gab bekannt, dass die CIA seit 1987 unter der Hand Visa an unqualifizierte Bewerber aus dem Mittleren Osten ausstellte und sie in die USA zum Terrorismus-Training für den Afghanistan- Krieg brachte – in Zusammenarbeit mit Bin Laden (BBC, 06. November 2001). Es scheint, dass diese Operation auch nach dem Afghanistan-Krieg zu anderen Zwecken fortgesetzt wurde. Es wird auch berichtet, dass fünf der Flugzeugentführer in sicheren Militäreinrichtungen in den 1990er Jahren ausgebildet wurden (Newsweek, 15. September 2001).

Aufschlussreiche Anhaltspunkte vor dem 09. September wurden nicht verfolgt. Der französisch-marokkanische Flugschüler Zacarias Moussaoui (der jetzt für den 20. Flugzeugentführer gehalten wird) wurde im August 2001 festgenommen, nachdem ein Ausbilder berichtete, er zeige ein verdächtiges Interesse daran zu lernen, wie man große Flugzeuge steuere. Als amerikanische Agenten vom französischen Nachrichtendienst erfuhren, dass er radikal-islamistische Verbindungen hatte, versuchten sie, einen Durchsuchungsbefehl für dessen Computer zu erwirken, der Hinweise auf den Auftrag am 11. September enthielt (Times, 03. November 2001). Dieser wurde aber vom FBI verweigert. Ein Agent schrieb bereits einen Monat vor dem 11. September, dass Moussaoui möglicherweise plane, in die Twin Towers zu krachen (Newsweek, 20. Mai 2002).

All dies macht es – aus der Perspektive des Krieges gegen den Terrorismus – um so erstaunlicher, dass die Reaktionen auf den 11. September selbst so langsam kamen. Die erste Flugzeugentführung wurde nicht später als 8.20 h vermutet, das letzte entführte Flugzeug stürzte um 10.06 h in Pennsylvania ab. Nicht ein einziges Aufklärungsflugzeug wurde vom US Andrews Luftwaffen-Stützpunkt, nur 10 Meilen entfernt von Washington D.C., ausgeschickt, bevor das dritte Flugzeug um 9.38 h auf das Pentagon stürzte. Warum nicht? Es gab bereits vor dem 11. September vorschriftsmäßige FAA Abwehrmaßnahmen für entführte Flugzeuge. Zwischen September 2000 und Juni 2001 ließ das amerikanische Militär 67 mal Kampfflieger starten, um verdächtige Flugzeuge zu jagen (AP, 13. August 2002). Es ist ein gesetzliches Muss in den USA, dass Aufklärungsflugzeuge hochgeschickt werden, sobald ein Flugzeug merklich von seinem Flugplan abgewichen ist.

War diese Tatenlosigkeit einfach nur das Resultat von Nichtbeachten oder Nichtwissen auf Seiten von wichtigen Leuten? Oder könnte auf den Einsatz der US Luftsicherheit am 11. September absichtlich verzichtet worden sein? Wenn ja, warum, und auf wessen Weisung? Der ehemalige Bundesstaatsanwalt John Loftus sagt: „Es gab vor dem 11. September derart ausführliche Informationen von Seiten der europäischen Aufklärungsdienste, dass es für den CIA oder das FBI nicht mehr länger möglich ist, ihre Verteidigung auf Inkompetenz aufzubauen.“.

Auch die amerikanische Reaktion nach dem 11. September ist nicht viel besser. Es hat niemals einen ernsthaften Versuch gegeben, Bin Laden zu fangen. Im späten September und frühen Oktober 2001 verhandelten die Führer der zwei islamischen Parteien Bin Ladens Übergabe an Pakistan, um dort wegen des 11. September vor Gericht gestellt zu werden. Ein hoher US-Beamter sagte jedoch – bedeutsamerweise -, dass „eine zu eng gefasste Aufgabe einen verfrühten Zusammenbruch der internationalen Anstrengungen“ riskieren würde, „wenn lediglich durch eine zufällige Wendung Mr. Bin Laden gefangen würde“. Der Chef des US-Generalstabes, General Myers, ging so weit zu sagen, dass „es nie das Ziel war, Bin Laden zu fangen“ (AP, 05. April 2002). Der FBI-Informant Robert Wright sagte ABC News (19. Dezember 2002), das FBI-Hauptquartier wolle keine Festnahmen. Und im November 2001 beklagte sich die US-Luftwaffe, dass sie in den vergangenen sechs Wochen etwa 10 mal al-Quaida und Taliban-Führer in Sicht hatten, aber nicht angreifen konnten, weil sie nicht schnell genug Erlaubnis dazu erhielten (Time Magazine, 13. Mai 2002). Keiner dieser Beweise, die alle aus bereits öffentlichen Quellen kommen, verträgt sich mit der Idee eines wirklichen, entschlossenen Krieges gegen den Terrorismus.

Die Liste der Beweise nimmt aber erst zusammen mit dem PNAC-Entwurf ihren richtigen Platz ein. Danach scheint es, dass der sogenannten „Krieg gegen den Terrorismus“ weitgehend als Deckmantel für die Erreichung umfassenderer strategischer geopolitischer amerikanischer Ziele benutzt wird. In der Tat deutete Tony Blair selbst dies an, als er vor dem Verbindungs-Kommittee des Unterhauses sagte: „Um die Wahrheit zu sagen, gab es keinen anderen Weg, die Zustimmung der Öffentlichkeit für einen schnellen Feldzug gegen Afghanistan zu bekommen als die Geschehnisse des 11. September“ (Times, 17. Juli 2002). Auch Rumsfeld war so entschlossen, einen Grund für einen Angriff auf den Irak zu bekommen, dass er bei 10 verschiedenen Gelegenheiten die CIA bat, Beweise zu finden, die den Irak mit dem 11. September in Verbindung brächten; die CIA kam mehrfach mit leeren Händen zurück (Time Magazine, 13. Mai 2002).

Der 11. September lieferte in der Tat einen höchst bequemen Vorwand, den PNAC-Entwurf wirksam werden zu lassen. Wieder ist die Beweislage ganz klar, dass schon lange vor dem 11. September geplant war, Afghanistan und den Irak militärisch anzugreifen. Im April 2001 stellte ein Bericht des „Baker Instituts für öffentliche Politik“, der für die US Regierung ausgearbeitet worden war, fest, dass „die Vereinigten Staaten ein Gefangener ihres Energie-Dilemmas bleiben. Der Irak stellt weiterhin einen destabilisierenden Faktor beim Öl-Fluss vom Mittleren Osten auf die internationalen Märkte dar“. Mit der Vorlage vor Vize-Präsident Cheneys Energiekommission empfahl der Bericht die Notwendigkeit von „militärischer Intervention“, da dies ein unakzeptables Risiko für die USA sei (Sunday Herald, 06. Oktober 2002).

Ähnliche Beweise gibt es in Bezug auf Afghanistan. Die BBC berichtete (18. September 2001), dass Niaz Niak, ehemaliger Pakistanischer Außenminister, von leitenden amerikanischen Beamten bei einem Treffen in Berlin-Mitte Juli 2001 darauf angesprochen wurde, dass „Militäreingriffe gegen Afghanistan bis Mitte Oktober eingeleitet würden“. Bis Juli 2001 sah die US-Regierung das Taliban-Regime als Garant von Stabilität in Mittelasien, der den Bau von Kohlenwasserstoff-Pipelines von den Öl- und Gas-Feldern in Turkmenistan, Usbekistan und Kasachstan durch Afghanistan und Pakistan zum Indischen Ozean ermöglichen würden. Konfrontiert jedoch mit der Weigerung der Taliban, die amerikanischen Bedingungen zu akzeptieren, gaben die Unterhändler zu verstehen: „Entweder nehmt Ihr unser Angebot eines Teppichs aus Gold an oder wir begraben euch unter einem Teppich aus Bomben.“ (Inter Press Service, 15. November 2001)

Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass einige das Versagen der USA, die Angriffe des 11. September abzuwenden, als Herstellung eines unschlagbaren Vorwandes für einen Angriff auf Afghanistan sehen, in einem Krieg, der schon längst sorgfältig geplant war. Es gibt möglicherweise einen Präzedenzfall hierfür: Das amerikanische Nationalarchiv enthüllt, dass Präsident Roosevelt genau diese Strategie verfolgte in Bezug auf Pearl Harbour am 07. Dezember 1941. Es wurden einige vorherige Warnungen entgegengenommen, aber diese Informationen kamen nie bis zur amerikanischen Flotte. Die darauf folgende nationale Empörung überzeugte eine widerstrebende amerikanische Öffentlichkeit, in den 2. Weltkrieg einzutreten. So stellt auch der PNAC-Entwurf von September 2000 fest, dass der Prozess der Umwandlung der USA in „die vorherrschende Kraft von morgen“ wahrscheinlich (zu) lange dauern wird, ohne einen „katastrophalen und reinigenden Vorfall – wie ein neues Pearl Harbour“. Die Angriffe des 11. September ermöglichten es den Vereinigten Staaten, den Startknopf für eine Strategie in Übereinstimmung mit dem PNAC-Vorgehen zu drücken, die sie unter anderen Umständen nicht hätten verwirklichen können.

Die Hauptmotivation für diese politische Vernebelung ist, dass die Kohlenwasserstoff- Energievorräte der Vereinigten Staaten und des Vereinigten Königreiches langsam beginnen auszugehen. Bis 2010 wird die muslimische Welt 60 % der Welt-Ölproduktion kontrollieren, noch wichtiger, 95 % der verbleibenden globalen Öl-Export-Kapazitäten. Während die Nachfrage steigt, nimmt die Versorgung kontinuierlich seit den 1960er Jahren ab. Dies führt zu steigender Abhängigkeit der USA und Englands von ausländischer Ölversorgung. Für die USA, die 1990 57 % ihres gesamten Energiebedarfs im eigenen Land produzierten, wird vorausgesagt, dass sie nur noch bis zu 39 % ihres Bedarfs selbst produzieren. Ein Wirtschaftsminister hat zugegeben, dass dem Vereinigten Königreich bis 2005 ein schwerer Mangel an Gas bevorstehen könnte. Die englische Regierung hat bestätigt, dass bis zum Jahre 2020 70 % unserer Elektrizität aus Gas gewonnen und 90 % davon importiert werden. In diesem Zusammenhang sollte darauf hingewiesen werden, dass der Irak 110 Trillionen Kubikfuß [1 Kubikfuß = 0,028 Kubikmeter] Gasreserven zusätzlich zu seinen Ölreserven besitzt.

Ein Bericht der Kommission für Amerikas nationale Interessen stellte im Juli 2000 fest, dass die meistversprechende neue Quelle für die Weltversorgung die Kaspische Region sei, und das würde die Abhängigkeit der USA von Saudi-Arabien entlasten. Um die Versorgungswege aus der kaspischen Region umzustellen, würde eine Pipeline westwärts durch Aserbeidschan und Georgien zum türkischen Hafen Ceyan führen. Eine andere würde sich ostwärts durch Afghanistan und Pakistan erstrecken und in der Nähe der indischen Grenze enden. Dies würde „Enrons“ belagertes Kraftwerk in Dabhol an der indischen Westküste retten, in das „Enron“ drei Billionen Dollar investiert hatte und dessen ökonomisches Überleben vom Zugang zu billigem Gas abhängig ist.

Auch das Vereinigte Königreich war durchaus interessiert an diesem Gerangel um die verbleibenden Welt-Vorräte an Kohlenwasserstoff (Erdöl), und dies kann teilweise die Beteiligung der Briten an amerikanischen Militäraktionen erklären. Lord Browne, der Vorstandsvorsitzende von BP, warnte Washington davor, den Irak gleich nach dem Krieg unter seinen eigenen Ölgesellschaften aufzuteilen (Guardian, 30. Oktober 2002). Und als ein britischer Außenminister Gadaffi im August 2002 in seinem Wüstenzelt traf, hieß es, dass „das Vereinigte Königreich nicht von anderen europäischen Nationen, die sich schon um Vorteile wegen in die Haare bekommen, verdrängt werden will, wenn es möglicherweise zu lukrativen Öl-Verträgen [mit Libyen] kommt“. (BBC Online, 10. August 2002)

Die Schlussfolgerung aus all diesen Überlegungen muss sicherlich sein, dass der „globale Krieg gegen den Terrorismus“ alle Kennzeichen eines Mythos hat, der propagiert wurde, um den Weg zu einem völlig anderen Ziel („agenda“) zu ebnen – dem Streben der USA nach Weltherrschaft. Dieser Weg führt über gewaltsame Sicherung der Befehlsgewalt über die Öl-Vorräte, die benötigt werden, um dieses Projekt voranzutreiben. Sind die geheimen Absprachen zu diesem Mythos und die Beteiligung an diesem Projekt wirklich die richtige Zielvorgabe für die britische Außenpolitik?

Wenn es jemals die Notwendigkeit gab, einen objektiveren britischen Standpunkt zu begründen, der von unseren eigenen unabhängigen Zielen angetrieben wird, so liefert dieses ganze deprimierende Epos sicherlich alles benötigte Beweismaterial für einen radikalen Kurswechsel.

[Übersetzung aus dem Englischen: Gerlind Otto, Kassel]

Original: This war on terrorism is bogus. The 9/11 attacks gave the US an ideal pretext to use force to secure its global domination
In: The Guardian, Samstag, 6. September 2003

März 12, 2011 Posted by | Uncategorized | , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

   

%d Bloggern gefällt das: