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Die Macht der Pharmaindustrie

Nachdem sie den Krieg im Irak überlebten, werden US-Soldaten jetzt Opfer der Pharmaindustrie

Sie überlebten Feuergefechte, Bomben und Granaten, Terrorangriffe und zermürbende Lebensbedingungen in der Wüste. Nach ihrer Rückkehr versuchten viele Soldaten, sich wegen ihrer traumatischen Erlebnisse, die so oft mit Kriegseinsätzen einhergehen, behandeln zu lassen – manchmal mit tödlichen Folgen, denn die Zahlen derjenigen Soldaten, die Opfer der Pharmaindustrie werden, steigen massiv an.

Eines der jüngsten Beispiele ist der Fall des Luftwaffenangehörigen Senior Airman Anthony Meda, der nach seiner Rückkehr aus Bagdad in seiner Wohnung an einem giftigen Cocktail aus verschreibungspflichtigen Medikamenten starb. Wie die New York Times berichtete, fanden Toxikologen die Spuren von acht verschreibungspflichtigen Medikamenten in seinem Blut.
Zu den Medikamenten gehörten Schmerz- und Schlafmittel, Antidepressiva und ein Beruhigungsmittel. Der Gerichtsmediziner kam zu dem Schluss, Anthony Meda sei an einer multiplen Medikamentenvergiftung gestorben. Er wurde nur 23 Jahre alt.

Kommen mehr Soldaten durch die Pharmaindustrie ums Leben als in Gefechtssituationen?
Anthony Meda ist nur Fall in einer ganzen Reihe rasch ansteigender Zahlen von Todesfällen unter Soldaten, die an den Folgen der von Psychiatern und anderen Ärzte verordneten Medikamente sterben. Viele Mediziner verschreiben blindlings Schmerzmittel und psychotrope Substanzen, ohne die chemischen Wechselwirkungen der unterschiedlichen Medikamente zu berücksichtigen.
Diese Wechselwirkungen werden nie (tatsächlich nie!) in klinischen Tests untersucht. Die amerikanische Behörde für Arzneimittelzulassung, FDA, und die Pharmaindustrie scheinen die Auffassung zu vertreten, je mehr Medikamenten eine Person einnimmt, desto besser geht es ihr. Und den Ärzten wird im Rahmen ihre Ausbildung an den Hochschulen beigebracht, Medikamente zu verschreiben, praktisch ohne über die manchmal extreme Giftigkeit verschiedener Medikamentenkombinationen nachzudenken – nach dem Motto: Für jede Krankheit gibt es eine Pille.
Derzeit nimmt die Zahl der Todesfälle zu. Ein Drittel der Angehörigen der amerikanischen Streitkräfte nimmt heute mindestens ein Medikament ein, und bei vielen dieser Mittel handelt es sich um Psychopharmaka, die zur Behandlung der weitverbreiteten »Posttraumatischen Belastungsstörung« verordnet werden.
Halten wir einmal einen Moment inne und machen uns klar, was diese Statistik aussagt: Ein Drittel der Angehörigen der Streitkräfte der USA nimmt synthetische chemische Substanzen ein. Einige dieser Mittel werden vor allem bei jungen Männern mit Selbstmorden und gewalttätigem Verhalten in Zusammenhang gebracht. Was für eine Herangehensweise an Kriegführung ist denn das? Man rekrutiert einen jungen Mann, gibt ihm ein Gewehr in die Hand und für seine Seele ein Psychopharmakon und schickt ihn dann an die Front, und dann schaut man einmal, was so passiert?
In einem Armeebericht heißt es, zwischen 2006 und 2009 seien 101 Soldaten an den Folgen giftiger Medikamentenkombinationen gestorben, aber diese Zahlen sind vermutlich deutlich zu niedrig angesetzt. Viele Todesfälle werden auf Organversagen oder eine andere »natürliche« Ursache zurückgeführt. Nur in sehr wenigen durch Medikamente verursachten Todesfällen wird versucht, die beteiligten Medikamente zu ermitteln – es sei denn, man heißt Michael Jackson.
Man fragt sich an dieser Stelle schon: Sterben möglicherweise mehr Soldaten durch die Pharmaindustrie als im Kampfeinsatz?
Dies Frage ist überhaupt nicht abwegig. Bei den Anschlägen vom 11. September starben mehr als 3.000 Amerikaner. Nach sorgfältigen Schätzungen auf der Grundlage veröffentlichter wissenschaftlicher Untersuchungen sterben pro Jahr zwischen 89.000 und 200.000 Amerikaner an den Folgen zugelassener verschreibungspflichtiger Medikamente.

Quelle: Kopp-Info-Verlag

Die Geschäfte der Pharmaindustrie laufen weltweit sehr positiv und dies nicht weil die Zahl der psychisch Kranken so sehr gestiegen wäre. Der Grund hierfür liegt mehr im ökonomischen als im medizinischen. In den letzten 10 bis 20 Jahren wurden in die Liste der psychischen Erkrankungen mehr als 100 „Neue Krankheiten“ hinzu gefügt.

Die neuen Richtlinien werden seit neuesten bereits in der Kindheit umgesetzt. Und so verwundert es nicht, das in den USA etwa 80 % der Kinder unter dem Einfluss von Psychopharmaka stehen. Auch Deutschland ist auf dem besten Wege seine Jugend mit Psychopharmaka heran zu ziehen. Oft handelt es sich nicht um Hyperaktivität oder ADHS, sondern vielmehr um fehlendes Interesse am meist statisch abgehaltenen Unterricht.

Die sichtbare Veränderung in unserer heran wachsenden Gesellschaft sind, wie zugegeben wird, umweltbedingte Einflüsse. Aber was sind diese umweltbedingten Einflüsse?
– übertriebener Leistungsdruck
– mit Chemikalien kontaminierte Lebensmittel
– leben in einer Computer simulierten Welt
– negativ beeinflussende Medien
– desinteressierte und überforderte Eltern

Nun ich wage zu behaupte, das diese Symptome Nicht mit Psychopharmaka zu heilen sind, sondern vielmehr nach einer Veränderung der Gesellschaft verlangt. Eltern sollten den Wandel der Zeit nicht bedingungslos hinnehmen und genau differenzieren was für ihre Kinder gut zu sein scheint und was schädlich. Denn Sie bestimmen, nicht der Staat, Pharmaindustrien oder ideologisch fehlgeleitete Systeme.

Volker Koch

 

 

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Februar 21, 2011 - Posted by | Uncategorized | , , , , , , ,

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